Jugendliche aus Bezirk Eisenstadt machten Party mit fremdem Geld

Erstellt am 26. Juni 2022 | 05:54
Lesezeit: 3 Min
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Mit einer gestohlenen Kreditkarten bezahlten die Burschen ihre Tankrechnung.
Foto: Symbolfoto: KANOWA, shutterstock.com
Jugendliche stahlen bei Faschingsfest in Reisenberg (NÖ) Kreditkarte und bezahlten damit Benzin, Fast Food, Zigaretten und Süßigkeiten.
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Am 22. Februar 2020 fand in Reisenberg im Bezirk Baden – kurz vor Beginn der Pandemie – eine Faschingsveranstaltung statt.

Dabei kam einem Gast die Geldbörse abhanden. Wie genau zwei Burschen aus dem Bezirk Eisenstadt danach in den Besitz einer Kreditkarte kamen, die sich in der Geldbörse befunden hatte, ließ sich nicht mehr genau rekonstruieren.

„Wir sahen mehrere Karten am Boden liegen“, berichtete einer der Beteiligten, ein 19-jähriger Arbeitssuchender, vor Gericht.

Er hatte kurz nach der Tat selbst einen Strafprozess gehabt und danach im Rahmen einer Diversion gemeinnützige Leistungen erbracht.

Seinen 21-jährigen Komplizen hatte das Gericht zwei Jahre lang nicht ausfindig machen können: Immer wieder tauchte er unter und war an seiner zuletzt verfügbaren Meldeadresse nicht mehr erreichbar.

Erst spät zeigte der junge Mann Vernunft und stellte sich dem Strafverfahren.

Die Burschen hatten bei der Faschingsfeier die Kreditkarte mitgenommen und waren mit zwei Freunden und einer Freundin nach Hause in Richtung Eisenstadt gefahren.

Sie benützten das Auto der Mutter eines 20-jährigen Eisenstädters, der als Lenker bei der Heimreise feststellte, dass dringend getankt werden müsse.

Sein Freund, der nunmehr Angeklagte, habe ihm zum Bezahlen die Kreditkarte zur Verfügung gestellt, er habe aber nicht gewusst, so der 20-Jährige, dass diese gestohlen war.

Die Burschen zahlten die Tankrechnung durch kontaktloses Bezahlen ohne Pin-Code, holten sich mit der Kreditkarte einen Imbiss bei McDonalds, kauften Süßigkeiten und Zigaretten ein.

Bei iTunes Guthaben auf fremde Kasse gekauft

Spätnachts wurden dann noch in sechs Teilbeträgen Guthaben bei der Musik-Plattform iTunes gekauft. Insgesamt entstand dem Diebstahlsopfer durch diese Bezahlungen und Überweisungen ein Schaden von 271 Euro.

Der bereits 2020 angeklagte Beteiligte und der in der Vorwoche vernommene Komplize beteuerten beide, mit den Abbuchungen für iTunes nichts zu tun zu haben.

Die anderen Bezahlungen gaben sie zu.

Ausgeforscht waren sie worden, weil bei der Tankstelle das Auto mit der Nummerntafel gefilmt worden war.

Der lange untergetauchte Beteiligte wurde nun zu drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt und nahm dieses Urteil an.

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