Mörbisch sucht Ideen für alten Spar. Mörbischer SPÖ schlägt Kauf des alten Spar für Tourismusbüro und Vinothek vor. ÖVP gesprächsbereit, aber vorsichtig.

Von Nina Sorger. Erstellt am 09. Dezember 2018 (07:17)
SPÖ Mörbisch
Pläne. Jürgen Marx, Dominik Wenzl und Bettina Zentgraf.

Nachdem im Sommer der neue Mörbischer Spar-Markt eröffnet wurde, legt die Orts-SPÖ ein Konzept zur Verwandung des alten Spar-Geschäftslokals als Kombination aus Tourismusbüro, Vinothek und öffentlichem WC vor.

„Das derzeitige Tourismusbüro ist bereits in die Jahre gekommen und renovierungsbedürftig. In der Vinothek ergibt sich aufgrund des Aussteigens von zwei Winzern und der steigenden Miete akuter Handlungsbedarf“, erklärt Vize Jürgen Marx (SPÖ).

Marx: „Lösung für den Tourismus und Vinothek“

„In diesem Objekt kann ein modernes Tourismusbüro geschaffen werden. Es wäre optimal sichtbar, wenn unsere Gäste in den Ort kommen“, so Marx.

SPÖ
Pläne. Jürgen Marx, Dominik Wenzl und Bettina Zentgraf.

Dazu müsste die Gemeinde das Gebäude, das sich in Privatbesitz befindet, aber erst kaufen. Laut Marx bestehe beim Besitzer „Interesse, das Objekt zu verkaufen“. Zur teilweisen Finanzierung schlägt der Vize den Verkauf des derzeitigen Tourismusbüros zur Einrichtung von Seniorenwohnungen vor: „Hierfür konnte bereits mit der OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) über eine Nachnutzung gesprochen werden“, so Marx, der davon ausgeht, dass mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kaufpreis für das Spar-Gebäude und ein Teil der Umbaumaßnahmen gedeckt wären.

In einer Gemeinderatssitzung im vergangenen Juni war der SPÖ-Antrag, mit dem Besitzer des Spar-Gebäudes in Verhandlungen zu treten, mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ abgelehnt worden. Nun zeigt sich Bürgermeister Markus Binder (ÖVP) auf Anfrage der BVZ allerdings nicht mehr gänzlich abgeneigt.

Binder: „Man darf das nicht überstürzen“

„Das Argument der guten Lage ist natürlich richtig, allerdings ist die Kreuzung von jeher auch ein Nadelöhr, und die Parksituation könnte schwierig werden“, so Binder, der weiters zu bedenken gibt: „Man muss sich das ganz genau überlegen und durchrechnen, wie das am besten umzusetzen ist – auch im Gebäude selbst. Ein derartiger Umbau kostet ja nicht wenig Geld, und wir müssen, wie viele andere Gemeinden, aufs Geld schauen. Erste Gespräche mit dem Besitzer gab es schon, aber es müssen auch noch andere Gespräche geführt werden. Ich bin also prinzipiell offen, aber man darf das nicht überstürzen“, so Binder.