OSG: Bauen für Generationen

In Oggau entstehen in einem alten Streckhof Wohnungen für Senioren, Jungfamilien und Volkshilfe; Ortsbild bleibt erhalten.

Erstellt am 30. September 2021 | 05:43
Oggau  - Bauen für Generationen
Neue Seniorenwohnungen.
OSG-Obmann Alfred Kollar mit Architekt Alexander Mayer-Niepel, Bürgermeister Thomas Schmid und Landtagspräsidentin Verena Dunst in Oggau.
Foto: zVg

Im Zentrum von Oggau errichtet die OSG demnächst fünf Seniorenwohnungen. Ausschlaggebend für den Standort war die Lage „im Herzen Oggaus“, unmittelbar neben einem Nahversorger, der Gemeinde und einer Bäckerei — das Auto sollen die zukünftigen Bewohner stehen lassen können. Die Wohnungen selbst sind barrierefrei und sollen „die älteren Generationen auch zukünftig einen schönen Platz in gewohnter Umgebung bieten“, heißt es dazu von der OSG.

Aber nicht nur für die älteren Oggauer wird gebaut. Um den Bedarf an Wohnraum für junge Dorfbewohner besser abzu- decken entstehen im neuen Generationenzentrum auch sechs Starterwohnungen. Diese befinden sich noch in der Planungsphase, sollen aber einen offenen Wohn- und Essbereich, Schlafzimmer und Balkon inkludieren. Damit soll den jungen Oggauern der Sprung vom Hotel Mama in die Selbstständigkeit erleichtert oder gar erst ermöglicht werden. Bisher standen die einzigen Starterwohnungen im Ort in der Sebastianistraße.

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Alter Streckhof gerettet, neues Leben zieht ein

In der neuen Wohnhausanlage soll auch die Volkshilfe mit einem Stützpunkt vertreten sein. „Für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund des Lebensalters Hilfe bei der eigenen Haushaltsführung benötigen, ist die Wohnform des betreubaren Wohnens eine gute Alternative“, betonen die Betreiber.

Für viele besonders erfreulich: Beim Gebäude handelt es sich nicht um einen der vielkritisierten „Betonwürfel“, sondern um eine moderne Interpretation eines burgenländischen Streckhofes. Der ursprüngliche Charakter des Gebäudes vis à vis des Gut Oggau soll damit erhalten bleiben und auch künftig ins Ortsbild passen. Zuletzt stand das Gebäude viele Jahre leer. „Die Bausubstanz ist daher ziemlich desolat“, schildert Bürgermeister Thomas Schmid und skizziert auch den Zeitplan: „Wir haben vor, dass noch im Oktober die Pläne eingereicht und die Bauverhandlungen abgehalten werden. Der Baustart ist erst für nächstes Jahr angesetzt.“