Schlittschuh-Einsatz für Florianis bei Schilfbrand. Feuerwehrmänner mussten mit Eislaufschuhen neun Kilometer zum Brandort in der Oggauer Bucht fahren.

Von Doris Fischer. Erstellt am 18. Januar 2017 (05:41)
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Gefährlich. Um ein Ausbreiten auf die Ruster Bucht zu verhindern, mussten die Feuerwehrmänner rasch reagieren.
FF Oggau

Ersten Ermittlungen zufolge geht die Polizei bei dem Schilfbrand vom vergangenen Donnerstag in der „Oggauer Bucht“ (BVZ.at hatte berichtet, siehe ganz unten) von Brandstiftung aus.

„Der Brand ging von einem Jagdunterstand aus und wurde von unbekannten Tätern gelegt“, heißt es vonseiten des Stadtpolizeikommandos Eisenstadt.

Auch in Klingenbach wurde Wildgras angezündet

Ungewöhnlich. Mit Schlittschuhen machten sich Florianis zum Löschen auf. Foto: FF Oggau
FF Oggau

Für die Feuerwehr Oggau gestaltete sich die Brandbekämpfung äußerst schwierig. Um 11 Uhr rückten die Feuerwehrmänner aus.

„Einsatzkräfte machten sich mit Eislaufschuhen zum Brandherd auf“, berichtet Oggaus Feuerwehrkommandant Wolfgang Traurig und ergänzt: „Es war teilweise ein langer Anmarsch. Es mussten an die neun Kilometer Fußmarsch zurückgelegt werden.“

Im Einsatz. Ausgerüstet mit Feuerpatschen waren die freiwilligen Helfer am Neusiedler See unterwegs, um den Brand in der Oggauer Bucht zu löschen.
FF Oggau

Gegen 16 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gegeben werden. „Wir mussten rasch eingreifen, um ein Ausbreiten der Flammen auf die Ruster Bucht zu verhindern“, so der Kommandant.

Bei diesem Brand wurde eine Schilffläche von rund drei Hektar und ein vier Quadratmeter großer Jagdunterstand vernichtet. Die genaue Schadenshöhe war zu Redaktionsschluss noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Und auch in Klingenbach wurde am vergangenen Samstag von bislang unbekannten Tätern dürres Wildgras angezündet – das ist das Ergebnis der Polizeierhebungen. Zeugen konnten bislang von der Polizei nicht ausfindig gemacht werden.