Daheim in Trausdorf: Ihr Herz schlägt für Oldtimer

Erstellt am 09. Juni 2022 | 13:00
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8378752_eis23ag_OR_dieselbrueder (Large
On Tour. Die monatliche Ausfahrt ist eine liebgewonnene Tradition.
Foto: zVg
Die Leidenschaft der „Trausdorfer Dieselbrüder“ gehört Oldtimer-Traktoren. Zuletzt hat der emsige Verein die Gemeindescheune saniert.
Werbung

Einmal im Monat prägen die sehenswerten bunten Traktoren das Ortsbild: Mit dem Gruß „Gut Diesel!“ begibt sich der Verein „Trausdorfer Dieselbrüder“ samstags auf Ausfahrt. Treffpunkt ist bei einem Frühstück in der Kadnar-Mühle bei Dieselbruder Walter Kadnar, wo nach der Ausfahrt auch wieder der kulinarische Ausklang stattfindet.

Dutzende Oldtimer-Traktoren tuckern meist in Richtung Neusiedlersee. „Die weiteste Ausfahrt führte uns bis Horitschon, wo wir an einem Oldtimer-Treffen teilgenommen haben“, erzählt Vereinsobmann Christopher Stanek. Um den Verkehr nicht zu behindern, würden vor allem Güter- und Begleitwege benützt.

Gegründet wurde der Verein 2015. Viele Trausdorfer Familien hatten einen alten Traktor, – es sei viel zu schade, diese historischen Fahrzeuge verrosten zu lassen, dachten sich Christopher Stanek, Robert Zeichmann und Berthold Braunstein sowie rund zehn weitere Traktor-Fans.

Heute gehören dem Verein 40 Traktorenbesitzer an, weitere 20 Personen unterstützen ihn. Auch die Gemeinden Siegendorf, Zagersdorf, Müllendorf und Oslip sind mit Mitgliedern vertreten.

Ältester Traktor aus den frühen 1950er Jahren

Das älteste Clubfahrzeug gehört Konrad Strommer und ist ein 15er-Steyr aus dem Jahr 1951. Auch andere legendäre Traktor-Marken sind zu sehen, wie etwa von David Brown, Hanomag oder Eicher. Von letzter Traktorenmarke besitzt Dieselbruder Wolfgang Zemlyak nicht weniger als sechs Exemplare, allesamt als „Leichen“ gekauft und wieder hergerichtet.

Bei Dorffesten wie dem Kirtag bieten die Trausdorfer Dieselbrüder Rundfahrten an, im Advent wird ein Glühweinstandel veranstaltet und im November ist, wenn die Pandemie es zulässt, das fünfte Dieselkränzchen im Wilhelminenhof geplant.

Auf der Suche nach einer Unterstellmöglichkeit für die historischen Traktoren wurde der Club auf die Gemeindescheune hinter dem Trausdorfer Gemeindeamt aufmerksam. Der damalige Bürgermeister Viktor Hergovich gab grünes Licht: Die Dieselbrüder halfen tatkräftig bei der Sanierung der alten Scheune mit, im Gegenzug dürfen sie ihre Traktoren unterstellen, den Innenraum für Reparaturarbeiten nützen und die Scheune zu einem kleinen Dorfmuseum herrichten. „Die Gemeindescheune ist ein richtiges Schmuckkasterl geworden!“, freut sich Ortschef Andreas Rotpuller (SPÖ).

Entgeltliche Einschaltung

Weiterlesen nach der Werbung