Disput um Umfahrung. Oslips Bürgermeister Bubich sagt, Land plane Umfahrung Trausdorf. Landesrat Dorner: „Mehrere Optionen für Verkehrslösung“.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. April 2019 (13:29)
Bubich
Streitpunkt. Oslips Bürgermeister erstellte diesen Plan, um den Oslipern den angeblich geplanten Trassenverlauf zu veranschaulichen.

Oslips Bürgermeister Stefan Bubich (ÖVP) befürchtet, das Land plane eine Umfahrung von Trausdorf und St. Margarethen. „Dabei soll die B52 direkt von der S31 über Osliper Gemeindegebiet in die L210 eingebunden werden“, heißt es darin – Bubich untermauert dies mit einer selbst erstellten Skizze. „Für die Bevölkerung unserer Heimatgemeinde würde diese Trassenführung eine massive Verschlechterung der Lebensqualität bedeuten“, so Bubich: „Des Weiteren ist in Ungarn geplant, die L210 für den gesamten Lkw-Schwerverkehr freizugeben.“ Bubich hat eine Unterschriftenliste aufgelegt, in der eine Umfahrung abgelehnt und das Land aufgefordert wird, gegen die Öffnung der L210 für Lkw vorzugehen.

St. Margarethens Bürgermeister Eduard Scheuhammer (ÖVP) bestätigt: „Es hat eine Besprechung des Landes mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden gegeben, wo jeder sagen konnte, welche Verkehrsprobleme seine Gemeinde hat.“ Laut Scheuhammer beauftragte das Land eine Firma mit der Erstellung eines Konzeptes, in dem „alle möglichen Lösungsvarianten diskutiert wurden“, so Scheuhammer.

Für Trausdorfs Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) gibt es für das Verkehrsproblem zwei Lösungen: „Entweder wir machen nichts oder es kommt eine Umfahrung mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen.“

Laut Straßenbau-Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) müsse es „eine langfristige Lösung zur Entlastung der Gemeinden geben“: „Dafür braucht es ein Gesamtkonzept – dieses Konzept wird aktuell seitens des Landes in Abstimmung mit allen betroffenen Gemeinden erarbeitet. Hier gibt es mehrere Optionen und verschiedene Lösungen werden geprüft. Aber: Immer im Einklang mit den Gemeinden, es wird kein Drüberfahren geben“, so Dorner.