Eisenstadt: Gebaut wird weiter. Das ehemalige Café Paradiso und die alte Krankenkasse wurden in dieser Woche abgerissen. Die Esterhazy bauen hier Neues.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 25. März 2020 (06:02)

Es waren sicher nicht die schönsten Gebäude Eisenstadts, Geschichte hatten die beiden in dieser Woche abgerissenen Häuser aber. Auch wenn von der des ehemaligen Café Paradiso nicht viel bekannt ist.

In der Facebook-Gruppe „Eisenstadt – einst und heute“ des BVZ-Mitarbeiters und Stadt-Chronisten Hans Larnhof weiß man von einem Gartenhaus der Familie des ehemaligen Besitzers der benachbarten Haydn-Lichtspiele. Das Café Paradiso selbst muss es zumindest schon im Jahr 1961 gegeben haben, damals versandte man Weihnachtsgrüße über die „BF“-Zeitung.

Im BVZ-Archiv fand sich ein Wiederbelebungsversuch 2008. Wiener Architekten plante ein „großzügiges“ gastronomisches Bauprojekt“. Jetzt wird nach Esterhazy-Angaben ein „städtischer Parkplatz“ daraus. Ob für ein eventuell wieder in Betrieb genommenes Haydn-Kino? Da hält man sich vorerst bedeckt.

Über die alte BGKK weiß man mehr. In erwähnter Facebook-Gruppe erklärt Gerald Wisak mit historischen Quellen, dass die Gebietskrankenkasse 1931 nach Plänen des Architekten Rudolf Perthen in einem zum benachbarten Schloss korrespondierenden modernen Stil erbaut wurde. Nun wird daraus ein Hotel und Eigentumswohnungen der Stiftung Esterhazy.