Land und Caritas überlegen gemeinsame Projekte. Land Burgenland und Caritas überlegen gemeinsame Projekte zum Thema Pflege. Die Klage der WKO sieht Illedits gelassen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. November 2019 (12:23)
Pflege-Offensive. Soziallandesrat Christian Illedits und Caritas Burgenland-Direktorin Edith Pinter. Foto: Wagentristl
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„Wir sind statistisch gesehen das älteste Bundesland Österreichs, das Thema Pflege betrifft uns daher ganz besonders – und wird auch früher oder später jeden von uns betreffen“, betonte Soziallandesrat Christian Illedits bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Caritas Burgenland-Direktorin Edith Pinter vergangene Woche im Haus St. Martin.

Illedits nutzte seinen ersten offiziellen Besuch in diesem Haus, wie er bemerkte, um Werbung für das neue Anstellungsmodell für pflegende Angehörige zu machen. 62 Personen werden laut Illedits mit Dezember angestellt. Gleichzeitig soll der stationärer Bereich verstärkt werden: „30.500 Burgenländer sind über 75 Jahre alt und die geburtenstarken Jahrgänge kommen erst.“ Das Land prüfe derzeit gemeinsame Projekte im Behindertenbereich, übergab Illedits das Wort an Pinter – nicht ohne zuvor die die Caritas Lern-Cafés zu loben.

Pinter betonte die 600 Mitarbeiter-starke Kompetenz der Caritas im Pflegebereich. „Wir wollen auch pflegende Angehörige unterstützen, diese sind immerhin der größte soziale Dienst im Land“, erinnerte sie. Diese Unterstützung passiert in Form von Info-Veranstaltungen, aber auch so genannten Trauer-Cafés. Es wird derzeit auch an modernen Lösungen gearbeitet wie eine Handy-App, die Jung und Alt im Kampf gegen die Vereinsamung vernetzen soll.

Am Rande kam das Thema auch auf die Klage der Wirtschaftskammer wegen der Gemeinnützigkeit. „Ich sehe dem Urteil gelassen gegenüber“, so Illedits. Eine Betriebsbewilligung bekomme ja jeder, nur seien eben Tagsätze nicht ans Non-Profit-Prinzip gebunden.