Die Weinakademikerin aus Russland im Kurzinterview. Sie kommt aus einem gigantischen Weinhandels-Unternehmen (2.000 Mitarbeiter!) und hat den Schritt aus Russland nach Rust gewagt. Die BVZ hat sich anlässlich der Überreichung des Stipendiums der Weinakademie mit der jungen Russin unterhalten.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 13. Mai 2019 (20:14)
Wagentristl, BVZ
RWB-Präsident Kurt Feiler, Stipendiatin Polina Gureeva und Weinakademie-Geschäftsführer Dr. Josef Schuller (v.l.)

Ein Visum als Entscheidungshilfe

Jedes Jahr vergibt die Weinakademie Rust ein Stipendium in der Höhe von 1.000 Euro an Studierende, die sich besonders auszeichnen. Diesmal fiel die Wahl auf Polina Gureeva aus Russland. RWB-Präsident Kurt Feiler und Weinakademie-Geschäftsführer Josef Schuller zeigten sich vom 2.000 Mitarbeiter starken Weinhandel der jungen Russin beeindruckt. Die BVZ sprach mit ihr über ihre Entscheidung, von Russland nach Rust zu gehen um den Wein zu studieren.

Beim Bekanntheitsgrad stehe Rust in der Weinwelt ganz oben, verrät Gureeva. Sie hätte zwischen London und Rust die Wahl gehabt.

"Für mich gab es nur die Entscheidung zwischen den Weinakademien in London und Rust." Polina Gureeva

Ausschlaggebend war dann leider die Politik: "Für mich als Russin ist es nicht so leicht ein englisches Visum zu bekommen, das ist hier einfacher. So bin ich in Rust gelandet", erklärt sie in solidem Englisch.

Die Frage, wo der Wein besser sei, in Russland oder Österreich, kostet ihr nur ein Lächeln: "In Russland gibt es so gut wie keinen Wein." Und wie sie dann den Wein im Burgenland beschreiben würde? Die Antwort ist typisch russisch, nämlich sehr wortkarg: "Sehr gut." Womit im Großen und Ganzen aber eh alles gesagt ist.