St. Margarethen geht aktiv gegen Leerstand vor. Die Gemeinde hat im Zuge der Dorferneuerung ein Team zur Verringerung des Leerstandes von Gebäuden ins Leben gerufen.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 12. Januar 2020 (06:03)
Das ehemalige Café Rene ist seit Jahren ungenutzt. Fotos: BVZ/zVg
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In vielen Gemeinden ist der Leerstand von Wohnraum ein Problem: Häuser verfallen zunehmend, was häufig auch zum Aussterben des Ortskerns beiträgt oder zumindest den Prozess beschleunigt. Gemeinsam mit ungenutzten Bauflächen ist der Leerstand von Gebäuden das größte Problem für Gemeinden bei der Wohnraummobilisierung. In St. Margarethen will ein Projektteam nun etwas daran ändern und aktiv werden.

In der Feldgasse verfällt ein alter Hof zunehmend. Fotos: BVZ/zVg
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Im Zuge des Dorferneuerungsprozesses will man sich in der Gemeinde dem Leerstand annehmen und mit „Angeboten und Informationen zur Verringerung der Leerstände“ beitragen, heißt es in einem Schreiben des Projektteams — bestehend aus Gemeindeführung, interessierten Bürgern und NÖ.Regional, einem niederösterreichischen Beraterunternehmen für Regional- und Kommunalentwicklung.

„Zur nachhaltigen Erhaltung und Stärkung unserer Gemeinde“ will das Projektteam um Bürgermeister Eduard Scheuhammer (ÖVP) den ungenutzten Gebäudebestand an die aktuellen Bedürfnisse der Dorfbewohner anpassen. Dabei geht es nicht nur um Wohnraum, sondern auch Geschäftslokale, Gästezimmer und sonstige Arbeitsstätten sollen so Platz im Ort finden.

Hauptfokus liegt dabei aber natürlich auf jungen Familien, die in St. Margarethen bleiben oder in die Gemeinde zuziehen wollen. Ein Vorteil für alle Beteiligten ist dabei, dass die Infrastruktur wie Kanal, Strom und Gas nicht neugelegt werden muss, sondern nur effizienter genutzt wird. Nächstes Treffen des Projektteams ist am 5. Feber im Gemeindeamt.