Star-Virologin Dorothee von Laer kauft „Krispel“. Corona-Expertin Dorothee von Laer saniert ehemaligen Siegendorfer Gasthof samt Nachtklub. Geplant: Gästezimmer sowie eine Pizzeria.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 01. Februar 2022 (05:40)
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In prominenter Hand. Das langjährige frühere Gasthaus und der „Kakadu“-Nachtklub wurden von Dorothee von Laer erworben.
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Erste Wurzeln begann die Leiterin der Virologie an der Medizinischen Universität Innsbruck bereits 2019 im Burgenland zu schlagen: Die begeisterte Reiterin gründete in Wulkaprodersdorf das Institut für Reitkunst „Equiliber“ (die BVZ hat berichtet). Seither pendelt die gebürtige Deutsche zwischen Tirol und dem Burgenland hin und her, – bis 2023 will sie ihren Lebensmittelpunkt gänzlich ins Burgenland verlegen, wie die 63-Jährige bereits mehrmals bekundete.

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Herzensprojekt. In der Pension will die Virologin zu ihren Pferden ins Burgenland ziehen.
Foto: Christine Kubec

Bis dahin wälzt Dorothee von Laer auch schon weitere Pläne: „Vor ein paar Wochen“ habe sie das – seit der Pensionierung des Besitzers vor wenigen Jahren – stillgelegte frühere Gasthaus Krispel und den Nachtklub in Siegendorf erworben, bestätigte die Virologin gegenüber der BVZ: „Mein Lebensgefährte und ich sahen, dass das Gebäude zum Verkauf stand und hatten Interesse.“

Den Plänen von Laers zufolge sollen hier zwölf Einzelzimmer mit Bad, – etwa für Seminarteilnehmer in Wulkaprodersdorf, – zwei Wohnungen und eine Pizzeria entstehen, – „wir denken auch an nordmazedonische Spezialitäten“, so von Laer: „Mein Lebensgefährte wird das Lokal betreiben, beziehungsweise wird die Lizenz auf mich gehen.“ Bis zur Fertigstellung werde es freilich noch dauern, räumt die Corona-Expertin ein: „Das Gebäude muss zuvor kernsaniert werden. Mein Lebensgefährte hat eine Baufirma, wir haben mit den Arbeiten auch schon ein wenig begonnen. Wenn alles gut geht, hoffen wir, bereits bis zum Herbst eröffnen zu können.“

Positives Feedback gibt es jedenfalls schon einmal von Ortschefin Rita Stenger: „Ich freue mich natürlich sehr, wenn ein alteingesessener Betrieb übernommen, neu adaptiert und mit neuem Leben erfüllt wird.“