Pflegepersonal warnt: es ist schon 5 nach 12

Erstellt am 24. Februar 2022 | 17:48
Lesezeit: 2 Min
Demo vor dem Krankenhaus
Gewerkschaft und Arbeiterkammer demonstrierten für höhere Löhne.
Foto: Kaiser
Gewerkschaft und Arbeiterkammer demonstrierten mit Belegschaft vor Krankenhaus der Barmherzigen Brüder für höhere Löhne sowie bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen.
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Aufgrund dieser äußerst angespannten und belastenden Situation luden die Gewerkschaf Vida, GÖD und GPA und Younion am Donnerstag zu einer Pressekonferenz, um die aktuellen Missstände sowie Notwendigkeit rascher Handlungsschritte zu erläutern.

„Der Gesundheits- und Pflegebereich leidet unter massivem Personalmangel, welcher schon lange ein großes Problem darstellt. Gerade jetzt, in einer von der von der Corona Pandemie geprägten Zeit, wird die Belastung der Arbeitnehmer immer größer. Ein Fehler am Arbeitsplatz aufgrund von Übermüdung durch das Kompensieren von fehlenden Arbeitskräften ist nicht länger tragbar!“, betonte Vida-Vorsitzender, Erich Mauersics, in der heutigen Pressekonferenz. 


Alfred Josef Peterszel, Stv. Vorsitzender der GÖD beruft sich auf eine Studie zum Pflegepersonalbedarf für Österreich und zeigt auf, dass der Bedarf an Personal durch Absolvent:innen österreichweit spätestens ab 2024 ohne nachhaltige Veränderung der Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte, nicht mehr gedeckt werden kann. Einige qualifizierte Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich würden den Beruf nicht ausüben, da es an den Rahmenbedingungen scheitere, so Peterszel.


„Eine Faire Entlohnung ist bereits in der Ausbildungszeit essenziell. Ohne eine gerechte Bezahlung entscheiden sich viele Interessierte bewusst gegen eine Berufsausbildung im Gesundheits- und Pflegebereich. Ohne qualifiziertem Neupersonal, kann es aber zu keinen Verbesserungen kommen“, so der Geschäftsführer der GPA, Michael Pieber.

Demo vor dem Krankenhaus
Gewerkschaft und Arbeiterkammer demonstrierten für höhere Löhne.
Foto: Kaiser

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