„Blitzer“ sollen Eisenbahn-Übergänge sichern

In den nächsten Monaten könnten bei beiden Eisenbahnkreuzungen in Purbach Rotlichtanlagen errichtet werden.

BVZ Redaktion Aktualisiert am 09. November 2017 | 08:04
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Rotlichtkamera
Rotlichtkamera
Foto: NOEN, ÖBB, Alexandra Wallner

Die beiden Eisenbahnkreuzungen in Purbach sollen mit Rotlichtüberwachungsanlage (RLÜW) ausgerüstet werden.

Autofahrer werden bei Rotlicht „geblitzt“

„Die Überwachung dieser Eisenbahnkreuzungen wurde aufgrund von Ereignissen (Unfällen) beziehungsweise Beobachtungen von Überfahrungen bei bereits „Halt“ zeigender Signalgeber als mögliche Standorte bei der zuständigen Behörde beantragt. Ausschlaggebend für die Auswahl der Eisenbahnkreuzungen sind drei Hauptkriterien: Unfallzahlen, Beobachtungen des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer – etwa durch Polizei und Lokführer – sowie der tägliche Verkehr“, so ein Sprecher der ÖBB Infrastruktur AG.

Autofahrer, die die Gleise überfahren, obwohl die Ampeln anzeigen, dass ein Zug kommt, werden also „geblitzt“. Dazu findet noch in dieser Woche eine mündliche Verhandlung der Bezirkshauptmannschaft statt, da die „Errichtung einer Rotlichtüberwachung einem behördlichen Ermittlungsverfahren unterliegt, bei dem die Voraussetzungen für eine automatisierte Überwachung genauestens geprüft werden“, heißt es weiter.

Die Anlage soll auch bei anderen Übergängen „zum Einsatz kommen. Wie lange ein Standort mit der Kamera bestückt ist, liegt bei der zuständigen Polizei, da diese die Daten der Übertretungen hat“, erklärt er und sagt weiter: „Nach Vorliegen der Bescheide erfolgt die Errichtung – voraussichtlich bis Mitte 2018. Die Kosten der Errichtung und Erhaltung liegen beim Bahnunternehmen. Eine RLÜW-Anlage kostet 60.000 Euro für beide Fahrtrichtungen.“