Arbeiten in Ungarn: A3-Ausbau liegt auf Eis. Weil in Ungarn Schnellstraße gebaut wird, gab es Gerüchte, es handle sich um Umfahrung Sopron und Ausbau der A3.

Von Doris Fischer. Erstellt am 23. November 2018 (07:11)
Symbolbild
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Auf ungarischer Seite wird derzeit von Kophaza beim Grenzübergang Deutschkreutz, in Richtung Györ eine Schnellstraße errichtet, was unter Fahrzeuglenkern zu Spekulationen führte. Denn es wurde davon ausgegangen, dass bereits an der Umfahrung Sopron gearbeitet wird, was wiederum zur Folge hat, dass es zu dem angekündigten Ausbau der A3 auf österreichischer Seite kommen könnte.

Aber dem ist nicht so. Aus Ungarn heißt es dazu, dass mit den Bauarbeiten der Umfahrung Sopron frühestens 2020, aber es kann auch 2024 sein, kommen soll. Der Ausbau der A3 soll laut Asfinag, die dafür verantwortlich zeichnet, in erster Linie eine Entlastung des Landesstraßennetzes und der daran anrainenden Bevölkerung bringen. Der zuständige Landesrat Hans Peter Doskozil hat Bedenken, was den Baubeginn und die Umsetzung betrifft.

„Wenn nur eine der betroffenen Gemeinden gegen den Ausbau ist, wird er nicht kommen – ganz gleich, ob in Ungarn eine Autobahn bis zur Staatsgrenze führt“, lässt Landesrat Hans Peter Doskozil wissen. Ihm sei die Zusammenarbeit mit den Gemeinden wichtig sowie das Einvernehmen aller. Die betroffenen Gemeinden sind Klingenbach, Siegendorf, Zagersdorf, Wulkaprodersdorf, Großhöflein und Müllendorf.

Die Asfinag hingegen wünscht sich den Ausbau der A3, denn: „Die Planungen sehen grundsätzlich eine Verlängerung der bestehenden A3 zwischen dem Knoten Eisenstadt und der Staatsgrenze bei Klingenbach in örtlicher Nähe zur bestehenden B16 vor“, heißt es vonseiten der Asfinag. Im Projekt sind laut Asfinag entsprechende Schutzmaßnahmen vorzusehen, um die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte einzuhalten.

Dies ist auch in den erforderlichen Genehmigungsverfahren nachzuweisen. „Wenn der Planungsprozess weit genug gediehen ist, besteht für Anrainer und Bürgerinitiativen die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben“, so die Asfinag.