Verkehrte Weltrekordjagd für Großhöfleiner Trimmel. Dem Großhöfleiner Ultraläufer Martin Trimmel fehlten nach zwölf Stunden nur wenige Kilometer auf den Rekord.

Von Reinhold Woditsch. Erstellt am 16. Oktober 2019 (04:29)

Mit einem ungewöhnlichen Rekordversuch wollte der Großhöfleiner Martin Trimmel den Eintrag ins prestigeträchtige Guinness Buch schaffen. Der 46-jährige Familienvater wollte in der Disziplin Rückwärtslauf für Furore sorgen.

privat
Martin Trimmel

„Bei einer Charity Veranstaltung im EZE in Eisenstadt bin ich sechs Stunden auf dem Laufband rückwärts gelaufen und so kam mir dann die Idee, mich an den Weltrekord zu wagen“, erzählt der Berufssoldat, der auch Koordinator der Krisenintervention im Bezirk Mattersburg ist.

Er meldete den Versuch im Herbst 2018 beim Weltrekord Institut in Deutschland an und startete im Februar 2019 mit den Vorbereitungen.

Obwohl bei einem Berufssoldaten eine hohe Grundfitness zu erwarten ist, verblüffen die bisherigen sportlichen Leistungen des Extrem- Ultraläufers: „Ich laufe ungefähr 4.500 km pro Jahr vorwärts. Dabei ist mein persönlicher Rekord im 24 Stunden-Lauf eine Strecke von 161 km, im 48 Stunden Lauf 268 km. Als größten bisherigen Erfolg sehe ich die Teilnahme am Großglockner Ultratraillauf mit 110 km und 7000 Höhenmetern in 22 Stunden und 23 Minuten.“ Trimmel wusste also genau, worauf er sich bei seinem Rekordversuch einlässt.

Zwölf Stunden im Rückwärtsgang

Vergangenen Samstag war es für Trimmel am Übungsplatz Tritolwerk in Eggendorf schließlich so weit, zugunsten der Mobilen Kinder Krankenpflege Burgenland (MOKI) wollte der Großhöfleiner den alten Rekord knacken. Trotz einjähriger Vorbereitung und hartem Kampfgeist misslang der Rekordversuch jedoch. „Mein Ziel, den Weltrekord aufzustellen, scheiterte an der 75 Kilometer Marke. Aber mein Ziel, die Mobile Kinderkrankenpflege Burgenland bekannter zu machen, das ist erreicht“, so Trimmel im Gespräch mit der BVZ.

Die Herausforderung, zwölf Stunden am Laufband abzuwickeln, ist für viele schon unvorstellbar. Das dann auch noch rückwärts, ist eine Belastung, welche der Körper nicht gewohnt ist. „Ich habe exakt vor einem Jahr mit der Vorbereitung für den Versuch begonnen. Die zwölf Stunden habe ich durchgehalten, aber am Schluss waren es etwas mehr als 58 Kilometer“, erklärt Trimmel.

Nun gelte es für ihn erstmals, alles zu verarbeiten. „Aber eines steht fest: Ich werde den nächsten Versuch für 2021 anmelden“, beweist der Rückwärtsläufer erneut seinen Kampfgeist.