Mobilheime wieder offen

Seit vergangener Woche sind Mobilheimplätze wieder zugänglich. Für Camping- und Wohnwagenplätze gilt aber weiterhin per Bundesverordnung ein Betretungsverbot.

Erstellt am 01. Mai 2020 | 03:34
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Foto: Sigi Janisch

Die Verordnung des Landes, die das Betreten und Nutzen von Mobilheimplätzen verbietet, wurde vergangene Woche einige Tage früher als geplant aufgehoben. Weiterhin verboten ist allerdings, Camping- und Wohnwagenplätze zu nutzen. Die entsprechende Verordnung des Bundes gilt weiterhin.

Zur Erklärung: Auch wenn sich in der Regel alle einen Platz teilen, gelten für Camper, Wohnwagen und Mobilheime nicht die selben Regeln. Mobilheimbewohner fühlten sich gegenüber den Seehüttenbesitzern unrechtmäßig benachteiligt, da Mobilheime ebenso stationäre Zweitwohnsitze sind wie Hütten. Camper und Wohnwägen-Besitzer dagegen sind mobil und fallen eher in eine touristische, kurzzeitige Nutzung. Zweiteres bleibt nun weiterhin untersagt.

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Unverständnis für das Betretungsverbot

In Rust sind nach den Seehütten seither auch wieder die Mobilheime zugänglich. „Viele wollten schon, genau so wie die Seehüttenbesitzer, ihre Mobilheime für den Sommer herrichten und reinigen. Das ist nun möglich, ebenso wie die Nutzung in der Freizeit — natürlich unter Einhaltung der weiterhin gültigen Corona-Verordnungen, wie etwa des Sicherheitsabstandes“, schildert Bürgermeister Gerold Stagl.

Auf den Umbau des Camping- und Wohnwagenplatzes habe die derzeitige Situation keinen Einfluss, „um niemanden zu stören war ohnehin geplant, die Arbeiten während der Saison einzustellen“, so Stagl. Ein bisserl Aufregung unter den Mobilheimplatzbesitzern hat es am Steinbrunner See anfangs gegeben. „Einige waren der Meinung, dass sie sich hier weniger anstecken würden als in der Stadt“, berichtet Steinbrunns Bürgermeister Thomas Kittelmann (ÖVP). Es gab unter den 358 Mobilheimplatzmietern auch Unverständnis für die Regelung. Mittlerweile hat sich die Lage hier beruhigt. „Am Wochenende war schon viel los“, fasst Kittelmann den Saisonstart zusammen.

Auch in Neufeld, wo sich Burgenlands größter Mobilheimplatz befindet, gab es Mieter, die sich aufgeregt haben. „Ich verstehe durchaus, dass jene, die eine kleine Wohnung in Wien haben, auf den See rauswollen“, zeigt Neufelds Bürgermeister, Michael Lampel (SPÖ) Verständnis für die Aufregung. Der Ansturm am ersten Wochenende war aber nicht so groß. Einziges Problem: Es gab kein Wasser, da braucht es drei Tage Vorlaufzeit.