Storchenverein machte Nester frühlingsfit. 38 Storchennester in Rust, Oggau und Oslip wurden dieser Tage desinfiziert, fünf davon wurden ausgetauscht.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. März 2017 (05:57)
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Austausch. Gerhard Karassowitsch und Christian Lackner befestigten das neue Nest am dafür vorgesehenen Rauchfang.
Nina Sorger

Desinfektion. Über den Dächern von Rust begoss Gerhard Karassowitsch jedes Nest mit einem Mittel.
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Der Frühling lässt die Störche wieder in ihre Ruster Heimat ziehen, und dort machte der Storchenverein am Montag mobil, um die Nester für die gefiederten Bewohner fit zu machen: Insgesamt 38 Nester – 32 in Rust sowie je drei in Oslip und Oggau – wurden in luftiger Höhe begutachtet.

Komplett ausgetauscht werden heuer nur fünf Nester in Rust, der Rest wurde einer großen Reinigung unterzogen, wie Josef Karassowitsch, der Obmann des Storchenvereins, schildert: „Wir fahren mit dem Kranwagen direkt zu den Nestern und desinfizieren sie, denn der Storch ist ein extremer Parasitenträger. Durch die Desinfektion konnten wir die Ausfälle bei den Jungstörchen minimieren.“

Nesterbestellungen schon im Dezember

Etwas Arbeit bleibt aber auch den Störchen – zumindest jenen mit neuem Nest, denn: „Wir bieten den Störchen ein Grundgerüst, sodass sie ihr Nest dann nach ihren Bedürfnissen gestalten können“, erklärt Obmann Josef Karassowitsch, der mit seinen freiwilligen Kollegen über den Winter mit dem Nestbau beschäftigt war. Mit Weinreben von den örtlichen Winzern wurden zwölf Nester gebaut, sieben davon wurden verkauft.

Wer übrigens ein frisches Nest braucht, sollte sich schon im Dezember beim Storchenverein melden, denn: „Wir können nicht jede Rebenart nehmen, sondern brauchen weiche Rieslingreben, die biegsam genug sind“, so Karassowitsch. Gebaut wird den ganzen Winter.

Gebastelt. Michael Hasieber, Robert Karassowitsch, Josef Karassowitsch, Gerhard Karassowitsch und Christian Lackner (v.l.) mit frischem Nest.
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