Vinaria Trophy für Lebenswerk geht an Ernst Triebaumer. Mit 13 Kategorien wurden so viele Trophys wie nie zuvor vergeben, Winzer aus der Region sind ganz vorne dabei, das Ruster Familienunternehmen für Lebenswerk geehrt.

Von Nina Sorger. Update am 08. Februar 2017 (09:29)
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Vinaria Trophys Trophy für Lebenswerk geht an Ernst Triebaumer aus Rust
Bravo. Margarethe und Ernst Triebaumer. Foto: LWmedia/Andreas Tischler
LWmedia/Andreas Tischler

Die rare Trophy für das Lebenswerk ging an einen Ruster. Diese geht 2017 an Ernst „E.T.“ Triebaumer. „Für seine herausragende Vorreiterrolle in Sachen Rotwein aus Österreich“, begründet Vinaria-Herausgeber Erwin Goldfuss die Entscheidung. Eine Trophy zum Geburtstag sozusagen, wird der Preisträger doch im kommenden Juni seinen 70. Geburtstag feiern.

Ernst Triebaumer reiht sich damit in die Topkategorie von Vinaria ein, in die erst wenige große Winzerpersönlichkeiten Aufnahme finden konnten, unter anderem Anton Kollwentz aus Großhöflein.

"Silber" für 2012er-Selection von Hammer Wein

Bei den Sauvignon Blancs, traditionell meist eine Domäne der Steirer, gab es große Überraschungen: Wien siegte vor dem Burgenland. Das Weingut Mayer am Pfarrplatz reüssierte mit seinem Sauvignon „Hernals“ aus 2015, knapp vor der toll gereiften 2012er-Selection von Hammer Wein aus Rust.

Wurde die Kategorie Rot reinsortig in den letzten Jahren immer wieder von der Sorte Blaufränkisch dominiert, so gab es diesmal eine große Überraschung. Das Weingut AmSee aus Gols stellt mit dem Cabernet Sauvignon „Alter Satz“ aus dem tollen Rotweinjahrgang 2012 den höchstbewerteten Rotwein überhaupt. Dahinter folgten mit Günter Triebaumers 2013 „Oberer Wald“ und Erich Giefings „Reserve 2012“ zwei Blaufränkische, beide aus Rust.

Bei den Cuvées reüssierte mit dem „G“ 2012 vom Deutschkreutzer Weingut Gesellmann ein bereits mehrfach ausgezeichneter Blend, gleich dahinter ebenfalls aus Deutschkreutz Silvia Heinrich mit ihrem „Elegy 2012“ vor dem Ruster Weingut Feiler-Artinger mit „Solitaire 2013“.

Wunderbar gereift: Beim Rotwein war der kühle Jahrgang 2010 Thema, und auch hier zeigten die heimischen Spezialisten, dass sie in derart herausfordernden Jahrgängen tolle Weine machen können: Den Sieg holte sich das Weingut Paul Kerschbaum aus Horitschon mit der Cuvée „Impressario“ vor Andi Kollwentz aus Großhöflein mit seinem Blaufränkisch „Eichkogel“.