Zechkeller öffnete nach 35 Jahren wieder. Der Zechkeller der evangelischen Kirche in Rust wurde nach 35 Jahren Leerstand saniert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Oktober 2019 (06:57)
Peter Wagentristl
Stimmig. Der Männergesangsverein Rust testete die Akustik in den Gemäuern mit einem Ständchen. Foto: Peter Wagentristl

In der Storchenstadt freut man sich über eine neue Veranstaltungsstätte: den Zechkeller. Der ehemalige Weinkeller der evangelischen Kirche steht seit 35 Jahren leer und wurde zuletzt an Winzer als Weinlager verpachtet.

Peter Wagentristl
Initiatoren. Gemeinderat Gerald Szivacz, Pfarrerin Claudia Schörner und Bürgermeister Gerold Stagl bei der Eröffnung des Zechkellers.

Der unter der Ägide von Pfarrerin Claudia Schörner und Gemeinderat Gerald Szivacz sanierte Keller am Anfang der Hauptstraße ist bereits einige hundert Jahre alt und wurde seit April saniert. Die alten Steingewölbe wurden vom Schimmel befreit und teilweise neu verputzt und gestrichen.

Bei kirchlichen Veranstaltungen soll der ehemals leere Keller in neuem Glanz erstrahlen, sehr zur Freude von Hausherrin Schörner. Der Zechkeller soll aber auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Einen Vorgeschmack bekamen interessierte Ruster in der Vorwoche bereits zweimal.

Am Donnerstag wurde der Zechkeller feierlich eröffnet. Der Andrang war dabei wohl auch für die Organisatoren überraschend, so war die neue Location gleich am ersten Tag gut gefüllt. Die Neugier der Gäste ist durchaus berechtigt, liegt der zweistöckige Keller doch direkt im Herzen von Rust, wo sonst fast jede Fläche — vor allem touristisch — genutzt wird. Nach der Eröffnungsfeier am Donnerstag ging es am Wochenende im Zechkeller gleich weiter mit „Gans Burgenland“, wo der Keller erneut zum Besuchermagneten avancierte.

Bei der Sanierung kamen auch einige Schätze zum Vorschein, etwa Weinetiketten aus dem Jahr 1947 — leider ohne den dazugehörigen Wein.