Neufeld: Neuer Sanochemia-Betriebsrat wird installiert. Von vier Mitarbeitern hat sich Sanochemia verabschiedet. Jetzt wird wieder ein Betriebsrat installiert, der Mitsprache in derartigen Angelegenheiten hat.

Von Doris Fischer. Erstellt am 11. März 2020 (05:15)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Sanochemia. Noch steht das Hauptquartier des Pharmaunternehmens Sanochemia in Neufeld. Das könnte sich aber bald ändern.
Sanochemia

Das in Neufeld ansässige Pharmaunternehmen Sanochemia macht weiter. Nach einer Finanzspritze in der Höhe von sechs Millionen Euro, zwei Millionen schießt das Land Burgenland zu, bleibt der Standort erhalten. Obwohl es weitergeht, sollen vier Mitarbeiter gekündigt worden sein.

„Den erfolgten Kündigungen, die kein Teil eines gesonderten Sanierungsvorhabens sind, stehen bereits zwei Neueinstellungen gegenüber“, heißt es vonseiten Sanochemia. Anderes Thema ist die Gründung eines Betriebsrates, dem die Geschäftsführung positiv gegenüber steht. „Derzeit gibt es keinen Betriebsrat bei Sanochemia“, stellt ÖGB-Regionalsekretär Oliver Krumpeck fest. Aber in nächster Zukunft soll es wieder einen Betriebsrat im Pharmaunternehmen geben. Es haben sich, so der ÖGB-Sekretär, Leute gefunden, die einen Betriebsrat gründen wollen. Wie wichtig die Funktion des Betriebsrates ist, hat sich vor Kurzem gezeigt.

„Der Betriebsrat hat bei Kündigungen und wirtschaftlichen Entscheidungen ein Mitspracherecht“, versichert Krumpeck, der aber von aktuellen Kündigungen nichts weiß. Zur „Causa“ Sanochemia hieß es dazu aus dem zuständigen Büro von Landesrat Christian Illedits: „Das Land Burgenland ist derzeit nicht am Unternehmen beteiligt.“ Erst mit der heute, Mittwoch, stattfindenden Hauptversammlung steigt das Land ein. „Eventuelle Kündigungen liegen daher nicht in unserer Zuständigkeit oder Kenntnis. Vereinzelte Kündigungen in einem Sanierungsplan sind jedoch ein gewöhnlicher Prozess, wobei das vorrangige Ziel der Erhalt der mehrheitlichen Arbeitsplätze ist“, betont Illedits.