Oper ohne Feuerwerk?. Alle drei Fraktionen fordern ein Ende von Feuerwerksshows im Römersteinbruch.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Mai 2020 (06:44)
Ausgebrannt. Der Gemeinderat will kein Feuerwerk mehr im Steinbruch. Opern-Veranstalter Arenaria sieht das ähnlich.
zVg/Andreas Tischler

Zu den Opernvorstellungen und anderen Veranstaltungen im St. Margarethener Steinbruch gehört für viele auch ein Feuerwerk. Dieses bringt jedoch auch Probleme mit sich, weshalb der Gemeinderat eine Resolution gegen das Spekatakel am Nachthimmel verabschiedete.

In einer gemeinsamen Erklärung wenden sich alle drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen (ÖVP, SPÖ, FPÖ) an Landeshauptmann Doskozil, Stellvertreterin Astrid Eisenkopf, den zuständigen Landesrat Christian Illedits sowie weitere zuständige Stellen des Landes. Ziel ist es, „dass es künftig keine Feuerwerke im Steinbruch geben soll.“

Betont wird allerdings auch die Bedeutung der Oper im Steinbruch für die Gemeinde und die gesamte Region. Dennoch dürfe man „Zielsetzungen, die den Umweltschutz betreffen, nicht aus den Augen verlieren.“ Das Feuerwerk habe negative Auswirkungen auf die Tierwelt im Naturschutzgebiet und den Schlaf der Menschen in der Umgebung. Neben der Feinstaubbelastung beschäftigt den Gemeinderat auch die mit dem Feuerwerk einhergehende Umweltverschmutzung. Überreste der Raketen landen im Umkreis des Steinbruchs und bleiben dort oft liegen oder werden nur unbefriedigend eingesammelt. „Daher ist es an der Zeit die Frage zu stellen: Ist ein Feuerwerk noch zeitgemäß? Ist es möglich zum Wohle aller (Mensch, Tier und Umwelt) darauf gänzlich zu verzichten?“, heißt es in der Resolution.

Bürgermeister Eduard Scheuhammer (ÖVP) erklärt gegenüber der BVZ: „Es ist ein Mosaik aus mehreren, kleinen Problemen, das uns schließlich zu dieser Resolution veranlasst hat.“ Er könne natürlich nicht verbieten, im Steinbruch Feuerwerk zu schießen, das liege nicht in der Kompetenz des Bürgermeisters. „Das ist letztendlich die Entscheidung der Veranstalter. Unsere Resolution ist eher als Denkanstoß zu verstehen“, so der Ortschef.

Esterházy will auf Feuerwerk verzichten

Die Veranstalter der Oper in St. Margarethen, die Arenaria GmbH (ein Eventmanagement Unternehmen der Esterházy Betriebe), erklärt gegenüber der BVZ, man habe ohnehin heuer der Umwelt zu Liebe auf ein Feuerwerk verzichten wollen. Intendant Daniel Serafin betont: „Das wahre Feuerwerk ist die Oper! Die Raketen braucht es für die Dramaturgie nicht, außerdem belasten sie die Umwelt dieses schönen Naturschutzgebietes um den Steinbruch. Wir haben daher schon geplant, dieses wegzulassen. Die Leute sollen sich an die Musik erinnern, nicht an das Geballere.“