Skulpturenpark: Ein Neuzugang zum 60er

1959 wurde der Skulpturenpark am Kogelberg begründet, nun bekam er mit dem „Weg über den Berg“ und einer begehbaren Brückenskulptur neues Leben eingehaucht.

Erstellt am 08. Juni 2019 | 12:09
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7597499_eis23wp_wegueberberg_1_.jpg
Eröffnung. Der neu aufgewertete Skulpturenpark am Kogelberg in St. Margarethen wurde in Anwesenheit von zahlreichen Besuchern am Wochenende mit musikalischer Begleitung und kunsthistorischer Führung feierlich eröffnet.
Foto: BVZ

Der Kogelberg beim Steinbruch gilt seit über 60 Jahren als Hotspot für Bildhauerei. Bereits 1959 rief das Trio Friedrich Czagan, Heinrich Deutsch und Karl Prantl die internationalen Bildhauersymposien in St. Margarethen ins Leben. Seither ist die Gegend mit Skulpturen berühmter Künstler durchzogen.

440_0008_7598531_bvz23treff_eis_esterhazy_kuenstler_hans.jpg
Feierlich eröffnet. Künstler Hans Schabus mit seiner Brückenskulptur.
Foto: Esterházy

Mit dem „Weg über den Berg“ sollen die Installationen nun aufgewertet werden. Möglich wurde der Rundweg durch die denkmalgeschützte Landschaft durch die Errichtung einer begehbaren „Brückenskulptur“ des Bildhauers Hans Schabus, der an der Universität für Angewandte Kunst in Wien die Bildhauerklasse leitet.

Die Brücke führt über die tiefe Einfahrt in den Steinbruch und erschließt so ein neues Areal. Der Wanderweg führt über die Anhöhe des Kogelbergs, von wo man das Panorama vom Schneeberg bis zur Parndorfer Heide und der ungarischen Puszta genießen kann, vorbei an den bedeutendsten Skulpturen. Darunter finden sich frühe Meisterwerke der Land Art wie der „Stein für Matthias Hauer“ von Karl Prantl (1964), der Steingarten von Kengiro Azuma (1971) oder die „Japanische Linie“, die einen steinernen Flusslauf und Wasserfall imitiert.

Am Wochenende wurde die Brückenskulptur „recta squi“ feierlich eröffnet und der Rundweg mit den Land Art-Skulpturen erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Begleitet wurde die Eröffnung des erweiterten Skulpturenparks der Esterházy Privatstiftung musikalisch vom „josephHaydnbrass“, dazu versorgte Vitus Weh die Besucher mit kunsthistorischen Informationen über die Skulpturen am Kogelberg.