Susanna Hahofer: Kick it like Ivanschitz

Susanna Hahofer schaffte es von St. Margarethen bis in die US-amerikanische College-Liga. Derzeit ist sie auf Heimaturlaub.

Erstellt am 10. Dezember 2021 | 04:23
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8248086_eis49wp_susanna_hahofer.jpg
Legionärin. Susanna Hahofer hat den Kulturschock in den USA gut überstanden.
Foto: zVg

Susanna Hahofer aus St. Margarethen ist derzeit auf den Spuren von Andreas Ivanschitz unterwegs. Wie der pensionierte burgenländische Fußballstar, kickte sich die 18-Jährige vom Burgenland in die USA. Fernab der eigenen Heimat verbrachte sie die zurückliegenden fünf Monate. Ihr Können mit dem runden Leder bescherte der 18-Jährigen ein College-Stipendium in den USA – genaugenommen an der Bethel University im Bundesstaat Tennessee. Die Weihnachtszeit verbringt die Studentin zuhause im Kreis ihrer Familie im Burgenland, ehe sie zum Semesterstart wieder über den großen Teich zurückreist.

Nach einer eintägigen Odyssee landete Susanna Hahofer am Montag am Flughafen in Wien. „Am Campus in Tennessee, bei über 20 Grad im Dezember, würde man nicht denken, dass Weihnachten vor der Tür steht.“, scherzt sie.

Balance zwischen Klasse und Fußballplatz

Trotz der immensen Vorfreude war die Eingewöhnungsphase keine einfache Zeit für die 18-Jährige. „Amerika ist auf jeden Fall anders als der Rest der Welt. Meine Studienkolleginnen und -kollegen, die selbst aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt stammen, würden mir dabei mit Sicherheit zustimmen“, meint Hahofer. Deutschsprachige Gesellschaft hatte die Burgenländerin keine. Der Stellenwert von College-Sport sei in den USA nicht zu unterschätzen: „Wenn unsere Football-Mannschaft spielt, ist der Campus völlig überfüllt. Die Sportstätten fallen außerdem deutlich größer aus und sind auch besser ausgestattet als zuhause in Österreich.“

Als „Student-Athlete“ – also eine Kombination aus Studenten- und Sportlerdasein – genießt Susanna Hahofer demnach hohes Ansehen auf dem Uni-Campus: „Viele Leute kennen uns und sprechen uns an. Auch die meisten Professoren zeigen sich im Unterricht nachsichtiger.“

Dennoch ist es nicht einfach die Balance zwischen Klassenzimmer und Trainingsplatz zu finden: „Man muss sehr viel Eigenverantwortung an den Tag legen. Das richtige Zeitmanagement ist enorm wichtig, da wir mehrmals am Tag trainieren und während der Saison oft lange Busfahrten zu Auswärtspartien in Kauf nehmen müssen. Man kann schon von einer Doppelbelastung sprechen.“

Die sportlichen Erfolge im ersten Semester blieben überschaubar. Grund dafür waren Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung zu Saisonende. Im Unterricht hingegen konnte das Ausnahmetalent brillieren. Mit „All A’s“ – also ausschließlich Einsen – im Gepäck kehrte sie also nun nach Sankt Margarethen zurück, um sich nach einem stressigen halben Jahr zu erholen und gestärkt im neuen Jahr an die Universität zurückzukehren.