Mit dem Kult-Moped durch Pannonien

Erstellt am 16. Februar 2022 | 03:19
Lesezeit: 3 Min
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Biker-Gang. Dominik Stadlmann, Peter Brandl, Clemens Krumpeck, Andreas Lichtenberger, Niklas Krumpeck, Thomas Prieler, Andreas Winkovich, Florian Zuchtriegel und Lukas Zwingl.
Foto: Foto zVg
Die Puch Maxi erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. In Schützen haben junge Burschen — meist jünger als ihre Gefährte — sogar einen Club für das vier PS-starke Motorfahrrad gegründet.
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Damals standen nicht nur in Schützen am Gebirge die Mopeds in fast jedem Stadl oder Bauernhof herum. Die Mopeds waren für junge Männer das Fortbewegungsmittel der damaligen Zeit. Mit der Gründung des Puch Maxi Klubs in Schützen feierten die Oldtimer Mopeds ihr großes Comeback. Vor Kurzem stand sogar das 10-jährige Jubiläum des Klubs an.

Wenn man die Burschen auf ihren Mopeds sieht, erinnert mich das an früher.“

Die Idee einen Puch Maxi Klub zu gründen hatten einige Burschen im Jahr 2012 zu Ostern. Gesagt, getan, wurde der Klub dann ein Jahr später als Verein offiziell gemeldet. Erster Obmann war Michael Kleinl, dieser wurde dann im letzten Jahr von Florian Zuchtriegel abgelöst. „Ich freue mich, dass mir die Ehre zuteil wurde, als neuer Obmann zu fungieren. Ich möchte frischen Wind in den Verein bringen. Mir gefällt der gute Zusammenhalt, den wir durch regelmäßige gemeinsame Ausfahrten sehr pflegen. Mittlerweile lebe ich für den Klub.“

Junge Fahrer, alte Mopeds

Auch in die Gemeinde bringt sich der Klub ein. Der Puch Maxi Klub veranstaltet seit einigen Jahren eine Flurreinigung auf dem gesamten Gemeindehotter. Diese erfreut sich immer größerer Beliebtheit. „Ohne die tatkräftige Mithilfe der Dorfbevölkerung wäre das nicht möglich. Es ist wirklich jeder willkommen uns zu helfen, von jung bis alt“, so Martin Uhl, ein Mitglied des Klubs. Auch beim alljährlichen Adventmarkt versorgt der Verein die Besucher mit Glühwein und Essen. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums hat der Verein nicht nur seine Kleidungs-Kollektion aufgepeppt, sondern auch ein neues Logo entworfen.

Außerdem ist dieses Jahr eine Veranstaltung geplant, bei der auch diverse Oldtimer Mopeds zu sehen sein werden.

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Retro. Die Mopeds sind nicht besonders schnell, dafür aber umso stilvoller und mittlerweile sogar eine gute Wertanlage — und natürlich ein gemütliches Fortbewegungsmittel im pannonischen Flachland.
Foto: BVZ

Eine Schützenerin erzählt: „Wenn man das Dröhnen der Motoren hört, dann weiß man die Puch Maxi sind unterwegs.“ Ein anderer Schützener fühlt sich in seine Jugend zurückversetzt: „Wenn man die Burschen auf ihren Mopeds sieht, erinnert mich das an früher. An die gute alte Zeit.“ Auch Bürgermeister Roman Zehetbauer zeigt sich von dem Klub sichtlich begeistert. Bei der seinerzeitigen Gründung war der Bürgermeister anwesend und ist seitdem stolzes Mitglied. „Einen Puch Maxi Klub in unserer Gemeinde zu haben, ist schon etwas ganz Besonderes. Ich freue mich, ebenfalls Teil des Vereins zu sein vor allem auch deswegen, weil ich in meiner Jugendzeit ebenfalls ein Oldtimer Moped besessen habe. Ich wünsche dem Puch Maxi Klub alles Gute zum 10-jährigen Bestandsjubiläum und weiterhin unfallfreie Ausfahrten“, so Zweirad-Fan Roman Zehetbauer.

Aktuell besteht der Klub aus 27 aktiven Mitgliedern und nochmal so vielen unterstützenden Mitgliedern. Der Verein ist auch laufend auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Unterstützendes Mitglied kann jeder werden, Voraussetzung für die Aufnahme als aktives Mitglied ist der Besitz eines Oldtimer Mopeds. Also, auf das Maxi, fertig, los!

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