Florianis entwickelten App für Einsätze

Drei Kameraden der Feuerwehr Schützen entwickelten eine App, damit im Einsatz schneller und leichter Informationen verfügbar sind.

Erstellt am 06. Mai 2021 | 03:12

Drei Florianis der Freiwilligen Feuerwehr Schützen blicken in die Zukunft: Lukas Thurner, Andreas Dovits und Martin Uhl entwickelten die FireFighter Rescue App, um Einsätze effizienter und schneller zu machen. Sie wird derzeit bei Übungen, sofern diese im Rahmen der Covid-Maßnahmen stattfinden können, getestet.

Die Idee kam Software-Entwickler Lukas Thurner bereits 2018, „als immer mehr E-Autos zugelassen wurden. Es stellte sich die Frage, wie sich diese im Brandfall verhalten, etwa wenn der Akku überhitzt“, erklärt er.

Für die verschiedenen Modelle gab es Rettungsdatenblätter. Da immer mehr E-Auto-Modelle kamen, waren das bald sehr viele Blätter. Anstatt in einem großen Ordner alles durchzusuchen, findet man mithilfe der App alle Informationen sehr schnell.

Mittlerweile wurde die App erweitert. „So kann man auch Daten über Windrichtung, Wasserstand oder Fließgeschwindigkeit, etwa der Wulka, abfragen und so berechnen, wo eine Ölsperre im Fluss aufzubauen ist“, so Dovits, der viel Erfahrung als Einsatzleiter mitbringt.

Genauso erkennt man schnell, wer im Atemschutztrupp schon wie lang im Einsatz ist oder eine Pause braucht – anhand von QR-Codes auf Helm oder Uniform, der schnell eingescannt wird. „So muss man nicht mehr alles handschriftlich auf dem speziellen Klemmbrett festhalten“, so Thurner. Zusätzlich kann man mit Smart Homes und Photovoltaikanlagen kommunizieren, um schnell zu sehen, wo Anschlüsse sind oder ob Strom in der Anlage fließt.

Verfügen auch andere Feuerwehren über die App, so können sie ebenfalls miteinander kommunizieren, etwa im Fall einer Nachalarmierung. Der Einsatzleiter vor Ort kann zum Beispiel über die App Bescheid geben, wo genau die nachkommenden Fahrzeuge hin sollen. „Daher wäre es gut, wenn viele Feuerwehren das System hätten“, so Uhl. Daten vom Einsatz können danach auch analysiert und Abläufe so verbessert werden.

Geld erhalten Thurner, Dovits und Uhl nicht. Das ist auch nicht das Ziel. „Es ist eine App von der Feuerwehr für die Feuerwehr“, stellen sie fest. Sie entwickeln die App in ihrer Freizeit.

Was genau die App kostet, können sie noch nicht sagen. Gerade so viel, „dass die Entwicklung kostendeckend ist“, wünschen sie sich. In dem Paket sind die App, ein Tablet sowie die Einschulung enthalten.