Pfarrgemeinde feierte Kirchen-Jubiläum

Die Pfarrgemeinde in Schützen feierte den Geburtstag ihrer Pfarrkirche: Diese wurde vor 301 Jahren errichtet.

Erstellt am 09. September 2021 | 03:26
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Historisch. Die Pfarrkirche in Schützen erlebte schon so manches Ereignis in den vergangenen 301 Jahren. Ihr langes Bestehen wurde in diesem Sommer gefeiert.
Foto: Zehetbauer

In diesem Sommer feierte die Pfarre in Schützen mit einer heiligen Messe und einem Pfarrheurigen ihr 301-jähriges Bestehen. Aufgrund von Corona wurde dies ein Jahr verspätet gemacht.

„Es war nicht die große Festfeier, wie im Jubiläumsjahr 2020 vorgesehen, aber dem vorgegebenen Rahmen entsprechend, eine kleine, aber wirklich feine Feier“, erzählt Ratsvikar Gottfried Rathmanner.

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Aufgrund des Jubiläums stellte Mesner Gerhard Trucksitz im Pfarrheim auch eine Ausstellung von historischen Bildern der letzten 120 Jahre der Kirche zusammen. Immerhin blickt die Pfarrkirche auf eine lange Geschichte zurück: Die mittelalterliche Pfarre wurde 1527 urkundlich genannt.

Kolomann Rohrer war der erste bekannte Pfarrer, welcher erstmalig im Jahr 1569 erwähnt wurde. Am Ende des 16. Jahrhunderts war die Pfarre größtenteils evangelisch. In einem Visitationsprotokoll von 1641 wird die Kirche als „Steinturm mit Uhr und zwei Glocken, Schindeldach, Hochaltar mit Bild der Kreuzabnahme, Sakramentenhäuschen in der Wand und in der Mitte der Kirche eine Marienstatue“, beschrieben.

Im Jahr 1683 wurde die Dorfkirche von Türken in Brand gesetzt, wobei der Hochaltar zerstört wurde. Dank den Bemühungen des damaligen Pfarrers Petrus Adam Migschitz, konnte die Kirche bis 1720 neu errichtet werden.

Das Altarbild wurde mehrmals neu gestaltet

Die heute noch aktive Barockorgel wurde 72 Jahre später erbaut. Am 27. Februar 1823 fiel die Pfarrkirche aufgrund von brennenden Kerzen, erneut einem Brand zum Opfer.

Daraufhin gestaltete der Wiener Maler Zitterer ein neues Altarbild. Motiv war die Hl. Maria Magdalena. Jedoch wurde das Bild bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1935 zerstört. Somit schuf der Maler Völkl eine Replik der Fußwaschszene von einem Gemälde Josef Ulbrechts aus Reichenberg. Im gleichen Jahr ließ Pfarrer Vihar den Innenraum der Kirche neu ausmalen. Ab 1976 folgte viele weitere Renovierungsarbeiten unter anderem wurden das Kirchendach, das Pfarrheim, die Außenfassade der Kirche und zuletzt die Kirchenmauer erneuert.