Corona-Alltag ist bereits Normalität in Eisenstadt. Schüler und Lehrer scheinen sich an die Corona-Maßnahmen gewöhnt zu haben.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 10. September 2020 (05:45)

Während die Schulzeit nach dem Ausbruch der Corona-Krise inklusive Lockdown und begleitender Maßnahmen noch von Aufregung und Unklarheiten geprägt war, scheinen sich nun alle Seiten mit der „neuen Normalität“ abgefunden zu haben. Die BVZ begab sich auf einen Lokalaugenschein.

„Es hat alles reibungslos funktioniert, wir waren gut vorbereitet“, erklärt Karin Rojacz-Pichler, Direktorin des Gymnasium Kurzwiese Eisenstadt. Die meisten Maßnahmen waren Lehrer und Schüler bereits aus dem letzten Semester gewohnt: Hände desinfizieren beim Eingang, Masken am Gang und überall, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Beim BVZ-Besuch im Gymnasium Kurzwiese zeigten sich die Schüler diszipliniert, Masken scheinen bereits eine Selbstverständlichkeit zu sein. „Es gilt generell die Dichte zu minimieren und Infektionsketten zu unterbrechen“, der Kontakt mit anderen Klassen soll möglichst eingeschränkt werden.

„Schulfremde Personen müssen sich registrieren, ab acht Uhr ist die Schule verschlossen“, schildert die Direktorin. Alle Schulen müssen auch einen Isolierraum einrichten, in dem Schüler bei Corona-Verdacht gesondert untergebracht werden. „Solche Verdachtsfälle werden uns wohl das ganze Schuljahr begleiten“, schätzt Rojacz-Pichler.

Während sich die älteren Schüler bereits an die Maßnahmen gewöhnt haben, ist der Schulstart vor allem für die Erstklässler heuer ungewöhnlich: kein Willkommensfest, keine gemeinsame Begrüßung. „Wir haben die Erstklässler auf fünf Tranchen aufgeteilt, damit im Festsaal nie mehr als 200 Leute gleichzeitig waren“, so die Schulleiterin. Woran sich die Schüler wohl am meisten stoßen ist der Totalausfall bei Projekten und Festen, auch der Maturaball wackelt gehörig.

Stadt investiert 1,3 Millionen in Schulen

Insgesamt startete in Eisenstadt für 8.000 Schüler und Studenten das neue Semester, darunter auch 589 Volksschüler. 126 davon kommen heuer in die erste Klasse, für sie gibt es auch heuer „Buntstifte, Blöcke, einen Stundenplan und eine Jause für einen guten Start ins neue Schuljahr“, so Gemeinderat Gerald Hicke.

Insgesamt werden heuer 1,3 Millionen Euro in die städtischen Pflichtschulen investiert. So wurden etwa in der Mittelschule Rosental um 400.000 Euro die Sanitäranlagen, das Dach und der Sportboden im Turnsaal saniert. „Wir wollen unseren Kindern die besten Bedingungen für ihre Entwicklung bieten“, betont Bürgermeister Thomas Steiner.