Seerestaurant in Breitenbrunn wird abgerissen. Als Übergangslösung wird durch Markus Blach, Marcus Krapfenbauer und Josef Gaupmann im Container serviert.

Von Denise Grosina und Sigrid Janisch. Erstellt am 06. März 2019 (07:05)

Am Montag wurde mit einem weiteren Teil des Bauprojekts von Esterhazy Immobilien im Seebad Breitenbrunn begonnen: Ein neues Seerestaurant wird gebaut.

Bereits Ende Jänner starteten erste Renovierungsarbeiten, denn nach 50 Jahren wird das gesamte Areal des Seebads mit Jahresbeginn nicht mehr von der Gemeinde, sondern von Esterhazy Immobilien verwaltet.

Esterhazy Immobilien verweist auf „Einsturzgefahr“

Das alte Seerestaurant wird abgerissen, „wegen Einsturzgefahr“, so Esterhazy Immobilien. „Laut einem Gutachten, das Anfang 2018 erstellt wurde, war das Restaurant nicht mehr zu retten“, so eine Sprecherin von Esterhazy.

Die Gemeinde kam zu einem anderen Schluss und stützt sich ebenfalls auf ein Gutachten: „Darin wurde festgestellt, dass für die Saison 2018 keine Gefahr besteht““, lässt Bürgermeister Helmut Hareter (SPÖ) wissen. Sanierungsbedürftig sei es aber schon: „Es war viel reinzustecken“, so Hareter. Der Abriss soll bis Mai abgeschlossen sein.

Da nur im Frühjahr und im Herbst, also außerhalb der Saison, an dem Neubau gearbeitet wird, wird das Seerestaurant voraussichtlich erst im Jahr 2021 eröffnet. Neue Betreiber konnten bereits gefunden werden.

Die zukünftigen Betreiber des Restaurants Markus Blach, Marcus Krapfenbauer und Josef Gaupmann, die auch das Lokal „Hollerkoch“ in Wien bewirtschaften, wollen leistbare Gerichte mit hoher Qualität durch das Verarbeiten von regionalen und nachhaltigen Produkten bieten. Bis der Neubau abgeschlossen ist, wird ein Container mit einigen Sitzmöglichkeiten für die Besucher des Seebads aufgestellt.

Neue Beleuchtung und Stege im Hafenbereich

Weitere Sanierungs- und Bauarbeiten umfassen die Stege der Marinas West und Ost, wo die die Pfosten und Stege teilweise komplett erneuert werden. Die Arbeiten sollen noch vor Beginn des Badebetriebs abgeschlossen werden.

Im Zuge dessen werden auch die elektrische Versorgung und die Wasseranschlüsse für die Liegeplätze der Boote auf den neuesten Stand gebracht und weiter ausgebaut. Das Angebot an Liegeplätzen wird ebenfalls erweitert.

Eine Neuerung wird die Orientierungsbeleuchtung auf den Stegen bringen. Derzeit wird der Schlamm im Badebereich abgesaugt.

Im Winter 2020/21 sollen die Promenaden rund um die Halbinsel des Seebads errichtet werden sowie der Mobilheimplatz Süd neu strukturiert und eine Begegnungszone geschaffen werden.

Abschließend ist die Anpassung des bestehenden Mobilheim-, Trockenliege- und Parkplatzes geplant. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch auf die Umwelt und vor allem die Vogelwelt geachtet. Während der dreijährigen Bauarbeiten im Seebad wird auch der Bereich der Mobilwohnheime sowie des Campingplatzes saniert.

Es wird darauf geachtet, ansässige Tiere so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. So sollen beispielsweise die lärmintensiven Arbeiten vor der Brutzeit der Vögel abgeschlossen werden. Zusätzlich dazu wird der Landschafts- und Umweltexperte, Thomas Knoll, als ökologischer Partner hinzugezogen.