Mariza in Mörbisch: „Schaffen heuer vielleicht 120.000“. Bis dato sind rund 97.000 Karten für die heurige Seebühnen-Produktion fix verkauft.

Von Nina Sorger. Erstellt am 08. August 2018 (05:51)
Jerzy Bin
Anziehungspunkt. Neben der spritzigen Inszenierung und dem großteils aus österreichischen Sängern bestehenden Ensemble zieht auch das Bühnenbild mit der „größten Geige der Welt“ die Besucher an. Foto: Jerzy Bin

Eine positive Zwischenbilanz ziehen die Seefestspiele Mörbisch über ihre heurige Produktion „Gräfin Mariza“.

Die Operette von Emmerich Kálmán ist das Debüt von Peter Edelmann als Künstlerischer Direktor der Seefestspiele und konnte mit einer schwungvollen Inszenierung sowie der „größten Geige der Welt“ von Bühnenbildner Manfred Waba bisher rund 70.000 Besucher auf die Seebühne locken.

„Haben Wünsche des Publikums beherzigt“

„Bisher konnten bei jeder Vorstellung über 5.000 Besucher begrüßt werden, die Seefestspiele sind damit am besten Weg, die Besucherzahlen des Vorjahres zu toppen!“, freut sich der Präsident der Seefestspiele, Kulturlandesrat Hans Peter Doskozil. Bisher sind für alle Vorstellungen rund 97.000 Karten fix verkauft – die Verkäufe über Ö-Ticket und einige Reisebüros noch nicht miteingerechnet.

„Wenn es mit dem Wetter und dem Verkauf so weitergeht, dann knacken wir heuer die 120.000er-Marke“, gibt sich Seefestspiele-Geschäftsführer Dietmar Posteiner optimistisch. Im Vorjahr fanden 113.000 Besucher den Weg zur Seebühne.

„Wir haben diesmal eine Inszenierung gemacht, wie sie dem Publikum gefällt. In den vergangenen Jahren gab es etwa vom Publikum immer wieder Kritik am Bühnenbild. Die Leute wollten mehr vom See sehen. Das haben wir beherzigt, und es ist aufgegangen“, so Posteiner. Das Ausbleiben der Oper im Steinbruch St. Margarethen spürt man aber auch in Mörbisch: „Das hat uns sicher einige Tausend Zuschauer gekostet“, so Posteiner. „Gräfin Mariza“ bis 25. August noch neunmal über die Seebühne.