Sehnsucht, Hoffnung und die größte Geige der Welt. Die Seefestspiele Mörbisch und Peter Edelmann präsentieren im Sommer 2018 Gräfin Mariza in einer spektakulären Inszenierung auf der weltweit größten Operettenbühne.

Von BVZ Redaktion und Redaktion, APA. Erstellt am 21. März 2018 (16:29)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7205236_eis12wmbuehnenbildentwurf_manfred_waba_.jpg
Im Mittelpunkt. Die größte Geige der Welt mit 45 Meter Länge und 12 Meter Höhe wird die Bühne schmücken.
Seefestspiele Mörbisch

„Die Entscheidung die Mariza zu spielen war nicht schwer. Gehört dieses Werk doch zu den meist gespielten und beliebtesten Operetten der goldenen Operettenära. In der Gräfin Mariza ist jede Nummer ein musikalischer Hit und das Milieu, die ungarische Puszta, passt wie kaum eine andere Operette nach Mörbisch“, schwärmt Peter Edelmann über Emmerich Kálmáns Operettenklassiker.

Peter Edelmann, international erfolgreicher Sänger und seit September Künstlerischer Leiter der Seefestspiele Mörbisch, fasziniert die Seebühne seit seinem ersten Auftritt 1993 als Danilo (Die lustige Witwe). Der damalige Intendant Harald Serafin holte ihn für zwei weitere Produktionen - Die Fledermaus (1996) und Der Zigeunerbaron (2000) - an den Neusiedler See.

Als Künstlerischer Direktor, der sich - auch international gesehen - gerne als „Botschafter“ für das Genre Operette engagiert, empfindet er es als große Ehre, seine ganze Erfahrung und Wissen in die Planung der kommenden Produktionen einfließen zu lassen. „Ich liebe dieses Genre über alles! Das wird auch für unsere Besucher bei den Vorstellungen spürbar sein. Wir möchten unser Publikum vor allem eines: unterhalten, verführen, interessieren, besingen und belustigen“, freut sich Peter Edelmann auf seine erste Mörbisch-Saison.

Ausgeklügelte Mechanik verzaubert die Bühne

„Höre ich Zigeunergeigen, wird es mir ums Herz so eigen, wachen alle Wünsche auf“, singt Gräfin Mariza in ihrem Auftrittslied und bringt so die Sehnsucht zum Ausdruck, einmal das Glück der Liebe kennenzulernen.

„In keinem anderen Stück steht die Geige so im Mittelpunkt wie in der Gräfin Mariza. Mit feurigen Csárdás-Rhythmen und melancholischen Zigeunerklängen verbindet dieses Instrument das weite Feld zwischen Lachen und Weinen und beschert uns ein Wechselbad der Gefühle“, so Regisseur Karl Absenger.

„In der Neuinszenierung des Stückes für die Seebühne Mörbisch wird die Geige daher nicht nur akustisch, sondern auch optisch im Mittelpunkt stehen. Eine überdimensionale Geige bildet die Kulisse für die bewegende Liebesgeschichte zwischen der Gräfin Mariza und ihrem vermeintlichen Verwalter, dem Grafen Tassilo. Wir werden die Gräfin Mariza so anlegen, dass wir ausverkaufte Vorstellungen haben: hervorragenden Darsteller, eine großartiges Ballett, traumhafte Kostüme und eine spektakuläres Bühnenbild“, gewährt Absenger Einblicke in die heurige Produktion.

„Die Aufgabe war ein Bühnenbild zu schaffen, das den See zur Geltung bringt, in die Landschaft passt und natürlich dem Stück gerecht wird. So suchten wir nach einem poetischen Stimmungsbild mit hoher Symbolkraft und sehr schnell war die Idee einer Geige als Bühnenbild geboren. Um der riesigen Seebühne gerecht zu werden ist daraus nichts Geringeres als die größte Geige der Welt geworden: 45m lang und 12m hoch. Durch ein ausgeklügeltes mechanisches System lässt sich das Bühnenbild aufbrechen und verwandelt sich so in die verschiedenen Schauplätze, die das Stück benötigt“, so Manfred Waba über sein Bühnenbild.

Infos:

www.seefestspiele.at