Schlumberger zieht nach Müllendorf. Der österreichische Sekt- und Spirituosenhersteller Schlumberger plant in den nächsten Jahren die Errichtung eines neuen, modernen Produktionsstandorts in Müllendorf, der gänzlich den Anforderungen der Zukunft entsprechen soll.

Von Nina Sorger und Andreas Fussi. Update am 13. Juni 2017 (07:23)
Schlumberger
Schlumberger
 

Damit sichert der Traditionsbetrieb, der in diesem Jahr sein 175-jähriges Jubiläum feiert, die heimische Sektproduktion langfristig ab. Die Firmenzentrale bleibt weiterhin in Wien, sämtliche Mitarbeiter der Produktion werden am neuen Standort übernommen.

In einem langwierigen Evaluierungsverfahren verschiedener Alternativen ist die Entscheidung auf ein Grundstück in der Gemeinde Müllendorf nahe der burgenländisch-niederösterreichischen Grenze gefallen. Das von der für Betriebsansiedelungen im Bundesland Burgenland verantwortlichen Wirtschaft Burgenland GmbH vorgelegte Offert bot letztendlich das beste Gesamtpaket mit den nötigen Flächenreserven und dem erforderlichen Wachstumspotential für die Zukunft.

Schlumberger  Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter betont: „Es freut mich, dass nach einer langen und sehr intensiven Analysephase nun eine Entscheidung gefallen ist und für alle Parteien Klarheit herrscht. Der neue Standort in der Gemeinde Müllendorf im Burgenland bietet unserem Haus optimale Voraussetzungen für eine moderne Sektproduktionsstätte, die den wirtschaftlichen und logistischen Anforderungen der Zukunft entspricht.“

Niessl: Freude über Betriebsansiedlung

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl zu den Plänen des österreichischen Sektherstellers: „Es freut uns außerordentlich, dass sich Schlumberger für die Errichtung einer Produktionsanlage in Müllendorf entschieden hat. Damit heißen wir einen weiteren österreichischen Vorzeigebetrieb im Burgenland herzlich willkommen.“

Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig:“ Als zuständiger Resortleiter bin ich sehr stolz über die Ansiedlung eines derart renommierten Großunternehmens und sehe es als Bestätigung für den Wirtschaftsstandort Burgenland.“  

"Niederlage" für Bad Vöslau

Die Entscheidung für Müllendorf eine Niederlage für Bad Vöslau ist, das sich intensiv um die Produktionszentrale bewarb. Aber trotz aller Bemühungen und Zugeständnisse wurde Müllendorf der Zuschlag erteilt.

Zu Vöslau meint Schlumberger Chef Kranebitter : "Die Standortwahl ist uns definitiv nicht leicht gefallen, da vor allem das Land Niederösterreich sowie die Gemeinde Bad Vöslau rund um deren Bürgermeister sehr bemüht waren, entsprechende Rahmenbedingungen für den Bau einer neuen Produktion in Niederösterreich zu ermöglichen. Auf dem bestehenden Areal des Ursprungsstandorts war das geplante Wachstum leider nicht mehr möglich und die alternativen Angebote haben aus verfahrenstechnischer und ökonomischer Sicht nicht entsprochen.“