Eisenstadt einst und jetzt: Das Schneider-Gassl. Der einzige Weg von der Altstadt zur Vorstadt beim Bahnhof führte früher durch ein Tor beim sogenannten Schneider-Gassl.

Von Redaktion Eisenstadt. Erstellt am 29. Dezember 2019 (06:05)
Der Blick aus der Fanny-Elssler-Gasse in die Pfarrgasse zum Schneidergassl. Das Gebäude links der Gasse war die Buchdruckerei Nentwich, rechts das Haus der Familie Neubauer.Loidl/Kohs
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In Eisenstadt gab es früher nur zwei Möglichkeiten, in die von einer Mauer umgebenen Innenstadt zu kommen: Durch das Gittertor beim Schloss und am unteren Ende durch das Alte Stadttor oder den so genannten „Sauzipf“, die heutige Franz-Liszt-Gasse.

Das Schneidergassl im August 1979: links das Nentwich-Haus mit anschließendem Garten, rechts das Haus Neubauer.
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Um später in die Vorstadt, also zur Sankt-Rochus-Straße, Bahnstraße und Sankt-Antoni-Straße zu kommen, gab es nur einen Fußweg durch eine Tür der Stadtmauer. Das Öffnen und Schließen des Eingangs in die Innenstadt besorgte der im hinteren, stockhohen kleinen Trakt des Neubauer-Hauses wohnende Schneider Augustin, der dem Gassl den Namen gab. Heute sieht man die Gasse zwischen dem Nentwich-Haus und dem Haus der ehemaligen Creditanstalt-Bankverein noch, bis zu dessen Ende ist die Gasse jedoch gesperrt. Lediglich das Stück von der Zufahrt neben dem ehemaligen CA-Gebäude und der Sankt-Rochus-Straße, wo heute das Restaurant QMee ist, ist noch begehbar.

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