Gewohnte Unklarheit zum Schulstart in Eisenstadt

Die Schulen starten mit einer „Sicherheitsphase“ wieder den Lernbetrieb. Die Ungewissheit ist für viele nichts Neues mehr.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:14
Lesezeit: 2 Min
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Theresianum. In der Mittelschule war man auf den Schulstart gut vorbereitet, erklärt Direktor Johannes Pachinger. .
Foto: zvg

Erneut startet die Schule mit vielen offenen Fragen und Ungewissheit. Nach der verlängerten Weihnachtspause sind die Kinder und Jugendlichen in den Schulen zurück. Notwendig sind dafür drei Tests pro Woche, einer davon als PCR-Test.

„Wenn ein positiver Test zurückkommt, sitzt der betreffende Schüler aber bereits seit acht Uhr früh im Klassenzimmer.“
Johannes Pachinger, Direktor der Mittelschule Theresianum

Im Theresianum hatte man zu Schulbeginn kaum Ausfälle zu beklagen. „Wir haben, wie vom Ministerium empfohlen, den Kindern vor Weihnachten drei Tests mitgegeben, die sie vor dem Schusltart im Jänner durchführen sollten“, erklärt Johannes Pachinger, Direktor der Mittelschule Theresianum. Einige Schüler seien von ihren Eltern zuhause behalten worden, von 500 Schülern seien aber lediglich fünf ausgefallen.

Problematisch ist dagegen das Warten auf die PCR-Testergebnisse. Mittwochmittag seien die Ergebnisse vom Vortag noch nicht eingetroffen. „Wenn ein positiver Test zurückkommt, sitzt der betreffende Schüler aber bereits seit acht Uhr früh im Klassenzimmer. Bei zwei Fällen muss die Klasse nachhause geschickt werden und auf Distance Learning umgestellt werden“, erklärt der Schulleiter.

Für die Schüler besonders bitter: außerschulische Aktiviäten können weiterhin nicht stattfinden, Skikurse mussten so bereits abgesagt werden. Auch für Sänger bleiben die Zeiten wenig erfreulich, im Musikunterricht darf in geschlossenen Räumen nicht gesungen werden.

Turnunterricht mit Maske

Der Turnunterricht findet im Theresianum ausschlißlich im Freien statt. „Die Fußball-Klasse ist abgehärtet, die turnt bei jedem Wetter draußen. Die anderen Klassen gehen spazieren oder Eislaufen“, erklärt Pachinger, seinerseits Turnlehrer. „Bewegung im Freien schade nie“, übt er sich in Optismus.

„Es macht überhaupt keinen Sinn, die Schüler mit Masken laufen zu lassen.“  eine Turnlehrerin zu den Corona-Maßnahmen

Alternativ müssten die Schüler in den Innenbereichen — die bei Wind und Minusgraden in der Regel voll bis übervoll sind — Masken tragen. Völkerball oder Zirkeltraining können sich nicht nur Außenstehende kaum vorstellen, sondern auch Direktor Pachinger, zahlreiche Lehrer und sehr viele Schüler. „Das kann man ihnen ja nicht antun“, findet eine Turnlehrerin einer Eisenstädter Schule (die anonym bleiben möchte) klare Worte. „Es macht überhaupt keinen Sinn, die Schüler mit Masken laufen zu lassen.“

Das sei nicht nur unangenehm, sondern auch gesundheitlich nicht gerade sinnvoll. „Bevor man die Kinder mit Maske schwitzen lässt, wäre es sinnvoller, die Turnstunden gleich anderweitig zu nutzen. Etwa für Gespräche oder auch nur soziale Kontakte“, so die Turnlehrerin mit Blick auf die zunehmende psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen durch die Pandemie.