Palette an Aktivitäten für die Feuerwehrjugend. Siegendorfs Feuerwehrjugend bemüht sich, möglichst viele Mitglieder in den Aktivstand zu begleiten. Dazu wird viel Zeit und Herzblut investiert.

Von Doris Fischer. Erstellt am 30. Dezember 2016 (13:09)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Gemeinsam. In der Feuerwehrjugend Siegendorf wird der Zusammenhalt großgeschrieben. Gleichzeitig werden die Jugendlichen auf den aktiven Dienst vorbereitet. Schließlich sollen sie den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr garantieren. Aber auch der Spaß darf dabei nicht zu kurz kommen. Daher schauen die Jugendbetreuer darauf, das Wissen um die Feuerwehr altersgerecht aufzubereiten.
BVZ

„Ich bin davon überzeugt, dass die ,Freiwillige Feuerwehr‘ ohne Jugend keine (rosige) Zukunft haben würde. Deswegen ist es bei der Jugendfeuerwehr am Wichtigsten, möglichst viele Übertritte in den Aktivstand zu haben“, erklärt der Jugendgruppenleiter Hannes Gsellmann der Feuerwehr Siegendorf.

"Kameradschaft und Miteinander im Vordergrund"

Übung. Für den Ernstfall wird mit Aktiven geprobt.
BVZ

„Acht von 14 Führungspositionen sind von ehemaligen Jugendmitgliedern besetzt, aber das ist der Verdienst meines Vorgängers“, schmunzelt Gsellmann, der die 1996 gegründete Jugend derzeit mit Armin Dzihic und Manfred Domnanich betreut. Sie besetzten Positionen wie den Zugs- und Gruppenkommandanten, Verwalter, Kassier, Gerätewart oder wurden selbst Jugendbetreuer.

Dies soll aber auch in Zukunft so bleiben. „Vor allem mit Beginn der Pubertät sind viele Dinge wichtiger als die Feuerwehr – in diesem Alter haben wir mit den meisten Austritten zu kämpfen“, sagt Gsellmann.

"Wenn Feuerwehr ein Platz ist, wo man miteinander Spaß hat, werden aus den Kindern auch Feuerwehrmänner werden, die mitten in der Nacht aufstehen, um dem Nächsten zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen“

 

Deshalb setzt man auch auf eine breite Palette von Aktivitäten, die alle zwei Wochen stattfinden. „Deswegen steht vor allem im jungen Alter nicht Wettkampf, Übung oder Feuerwehrfachwissen im Fokus. Hier ist es meiner Meinung nach wichtig, Werte, wie Kameradschaft und Miteinander zu vermitteln. Denn wenn Feuerwehr ein Platz ist, wo man Freunde trifft und miteinander Spaß hat, dann findet man heraus, dass man im Team stärker ist. Dann werden aus den Kindern auch Feuerwehrmänner werden, die mitten in der Nacht aufstehen, um dem Nächsten zu helfen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen“, so Gsellmann.

Spaß. Bei den Übungen darf der Spaß nicht zu kurz kommen.
BVZ

Unter den Aktivitäten sind etwa Klettern, Schnuppertauchen, der Besuch von Polizei-Spezialeinheiten, aber auch ein Ausflug in den Family Park. Und auch das Üben am Gerät darf dabei nicht zu kurz kommen. Bei den Übungen selbst, besteht die Herausforderung darin, diese altersgerecht zu gestalten.

„Es ist ein großer Unterschied, mit einem 15-Jährigen über taktisches Verhalten zu sprechen, oder einem Zehnjährigen zu erklären, welches Gerät wofür benötigt wird. Hier ergibt es sich zurzeit ganz gut, dass alle Kinder im selben Alter sind“, so Gsellmann.

Können. Bei den Wettbewerben zeigen die Kids, was sie gelernt.
BVZ

Neue BVZ-Serie. "Unsere Feuerwehrjugend" startet Ende Oktober.
BVZ