Kurze Rückkehr der Kinos nach Eisenstadt. Die erste „Wanderkino“-Aktion mit der Stadtgemeinde war ein Erfolg, „Kino unterm Sternenhimmel“ versucht anzuschließen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 25. Juni 2019 (18:02)
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Erfolg. Alle Sessel waren binnen kürzester Zeit gefüllt, als das „Wanderkino“ seinen Projektor am Oberberg anwarf. Foto: Wagentristl
Wagentristl

Andrea Zänglein kennt sich aus mit Kino, hat sie doch immerhin Eisenstadts letztes Kino betrieben. Gemeinsam mit Jasmin Dragschitz hat sie das „Wanderkino“ gegründet. Dieses spielt Filme fernab des Mainstreams und eines echten Kinosaals. Vergangenes Wochenende zeigte das Wanderkino gemeinsam mit der Stadt Eisenstadt die sozialkritische Komödie „Ein Dorf sieht schwarz“ – mit vollem Erfolg. Zänglein: „Wir hatten etwa 140 Gäste.“

Zeigt das nicht den hohen Bedarf eines Kinos in Eisenstadt? Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling, sagt das Sprichwort, „fünf Events sind noch keine Bedarfserhebung“, sagt Zänglein. Die Zahlen, erklärt Zänglein, sind für das Wanderkino positiv, sind aber nicht umlegbar auf einen regulären Kinobedarf: „Wir konnten uns mit dem Wanderkino einen Stamm von 80 Leuten aufbauen. Jetzt kommen mehr. Open Air und Sommernächte ziehen die Leute einfach an.“

Die Aktion „Kino unterm Sternenhimmel“ der Sozialistischen Jugend (SJ) Bezirk Eisenstadt und Umgebung versucht an den Erfolg anzuknüpfen: „Wir müssen für Jugendliche ein Angebot schaffen, das sich alle auch leisten können. Unser kostenloses Open-Air-Kino ist gerade in Eisenstadt – wo es kein Kino gibt – genau das richtige!“, ist SJ-Vorsitzende Lejla Visnjic überzeugt.

Sie veranstaltet bereits zum zweiten Mal ihr Sommerkino im Eisenstädter Schlosspark. Am 26. Juni spielt es mit „Die Migrantigen“ eine österreichische und ebenfalls sozialkritische Komödie. Eintritt ist frei.