Bäume in der Eisenstädter Fuzo sterben. Weil sie unter Hitze und Platzmangel leiden, sterben Bäume in der FUZO ab. Sie werden durch neue, hitzeangepasste Bäume ersetzt.

Von Doris Fischer. Erstellt am 19. September 2018 (06:22)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Sorge um Natur - Bäume in der Eisenstädter Fuzo sterben
Kaputt. Ein Auge auf alle Bäume haben die Stadtgärtner Eisenstadts. Abgestorbene Teile werden entfernt. Vor der Raiffeisenbank in der Fußgängerzone musste vor Kurzem sogar ein Baum umgeschnitten werden. Ein für die Hitze beständiges Exemplar wird nachgepflanzt.
Doris Fischer

Noch nicht einmal richtig Herbst ist es und schon verlieren die Bäume in der Eisenstädter Fußgängerzone ihre Blätter. Aufmerksamen Eisenstädtern ist das nicht erst jetzt aufgefallen.

„Schon im Hochsommer sind bei manchen Bäumen die Blätter vertrocknet und abgefallen“, wundert sich ein Spaziergänger. Und auch den Stadtgärtnern ist dieser Umstand bereits aufgefallen. „Generell werden alle Bäume der Stadt regelmäßig überprüft und sind in einem detaillierten Baumkataster erfasst“, lässt Stadtgärtnermeister Josef Kornfeld wissen.

Und auch dem Eisenstädter Landschaftsarchitekten und Baumexperten Heinz Gerbl sind die laubabwerfenden Bäume in der Fußgängerzone aufgefallen. „Ich habe eine Bestandsaufnahme gemacht. Die Bäume sind in keinem guten Zustand“, resümiert Landschaftsarchitekt Heinz Gerbl.

Hitze und Streusalz setzen Bäumen zu

Besonders die Witterung und die anhaltende Hitzewelle haben den Bäumen heuer zugesetzt. Und das nicht erst in diesem Jahr.

440_0008_7375664_eis38df_kaputte_baeume.jpg
Kaputt. Ein Auge auf alle Bäume haben die Stadtgärtner Eisenstadts. Abgestorbene Teile werden entfernt. Vor der Raiffeisenbank in der Fußgängerzone musste vor Kurzem sogar ein Baum umgeschnitten werden. Ein für die Hitze beständiges Exemplar wird nachgepflanzt.
Fischer

„In der unteren Hauptstraße, auf Höhe der Raiffeisenbank, musste im Sommer sogar ein Baum entfernt werden. Dieser wird noch heuer durch einen neuen ersetzt werden“, stellt der Stadtgärtnermeister fest. Vermutlich wird es sich dabei um einen Feldahornbaum handeln.

„Diese Baumart gilt als besonders hitzebeständig und salzverträglich. Weiters wird die Baumscheibe durch ein Hochboard ersetzt, was auch die Bewässerung erleichtert und im Winter zusätzlich vor Streusalz schützt“, berichtet Kornfeld.

Neben Hitze und Streusalz sieht Experte Gerbl aber noch ein Problem: Die Bäume haben keinen Platz zum Wachsen. Durch den Asphalt werden sie im Wachstum gehemmt. Der Landschaftsarchitekt vergleicht die Situation mit einem zu kleinen Blumentopf – die Wurzeln stehen an und sterben ab.