Spielabbruch bei Testmatch. Nach zahlreichen Fouls und Kritik an einigen Schiedsrichter-Eintscheidungen brach Dragonz-Coach Dusan Kozlica das „sehr körperbetonte“ Testspiel gegen Fürstenfeld ab.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 12. September 2019 (13:56)
BBC Nord Dragonz-Coach Dusan Kozlica (r.) brach das Testspiel gegen Fürstenfeld nach vielen Fouls und harten Zweikämpfen ab. Im Bild mit BBC Nord-Obmann Roland Knor (l.).
zVg/BBC Nord

Eisenstadt. Der BBC Nord startet kommende Woche in seine zweite Saison in der 2. Bundesliga. Als Einstimmung stand am Mittwoch ein Testmatch gegen die Fürstenfeld Panthers am Programm. „Wir sind zwei Stunden als klare Außenseiter angereist   wir wollten nur spielen, das Ergebnis war nebensächlich“, erklärt Head-Coach Dusan Kozlica gegenüber der BVZ. In Fürstenfeld seien dann keine Schiedsrichter der 2. Bundesliga am Feld gestanden, sondern aus Ligen darunter.

„Die Referees hatten von Beginn an Probleme das Spiel unter Kontrolle zu bringen. Beide Teams haben sehr körperbetont gespielt – Fürstenfeld sogar noch mehr als wir“, ärgert sich Kozlica noch im Nachhinein. Dennoch haben die Dragonz mehr Fouls kassiert, als die Gastgeber. Zu Unrecht, wie der Head-Coach meint. Die drei unsportlichen und zwei technischen Fouls gegen sein Team kann er nicht nachvollziehen. „Eines kann man vielleicht geben, aber in Summe war es ein Witz.“

Im dritten Viertel verletzte sich auch noch Fürstenfelds Fabian Richter, der unterm Korb umknickte. „Das ist natürlich Pech. Aber wenn die Schiedsrichter schlecht eingreifen, ist die Gefahr, dass so etwas passiert, eben höher“, so Kozlica. Schließlich habe er nicht mehr anders können, als die Partie zu beenden, um weiteren Unfällen vorzubeugen.

"Keine negativen Emotionen" nach Eklat

In Fürstenfeld sieht man den Abbruch des Testspiels als Eklat: „So etwas habe ich in meiner langen Karriere noch nicht erlebt“, so Christoph Nagler, Obmann-Stellvertreter der Fürstenfeld Panthers, im Zuge einer Facebook-Meldung der Panthers. Jede Aktion des Schiedsrichters sei von Dragonz inklusive Trainer kommentiert worden, „das war meiner Meinung nach einfach nur peinlich.“ Eisenstadt-Coach Kozlica betont unterdessen, „keine negativen Emotionen gegenüber Spielern, Trainer, Verein oder Fans der Panthers“ zu haben.

Lediglich die Schiedsrichter Leistung sei „einfach schlecht“ gewesen. Ganz auf sich sitzen lassen will er die Kritik aus Fürstenfeld aber nicht. „Der Obmann-Stellvertreter meint, er sei vor uns gewarnt worden. Das finde ich lächerlich, mir ist nicht bekannt, das wir einen Ruf als aggressive Mannschaft hätten.“ Nach dem Match habe Kozlica sich bei allen verabschiedet, Nagler habe ihm aber den Handschlag verweigert.

Morgen, Freitag, spielen die BBC Nord Dragonz auswärts gegen die Basket Flames ein Testspiel, ein weiteres folgt am Sonntag um 18 Uhr im Allsportzentrum gegen Jennersdorf. Saisonstart ist am Samstag, den 21. September um 18.30 Uhr mit dem Heim-Match gegen die Liga-Neulinge Raiders Tirol.