Pachinger sucht Pächter. Zu viele Jobs, zu wenig Zeit: Daniel Pachinger sucht einen Pächter für den „Stodl“ in St. Georgen. Ganz aufgeben will er aber nicht.

Von Peter Wagentristl. Erstellt am 05. August 2021 (04:54)
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Pächter gesucht. Daniel Pachinger (Mitte) sucht einen Pächter für seinen „Stodl“ in St. Georgen. Ganz zurückziehen will er sich aber nicht.
zVg/Archiv

Viele sind beim Anblick der Anzeige „Pächter gesucht“ von Winzer Daniel Pachinger wohl erschrocken. Die BVZ kann Entwarnung geben: Das St. Georgener Heurigenlokal bleibt bestehen. Unklar ist nur, in welcher Form.

„Ich strecke mal die Fühler aus und schaue, was kommt“, erklärt Pachinger. Neben dem Heurigen und dem Weingut ist er auch noch in der Landwirtschaftskammer als Berater in der Abteilung Pflanzenbau tätig. „Zu viele Jobs, zu wenig Zeit“, erklärt er seine Motivation für die Pächtersuche. „Mit den zwei anderen Tätigkeiten bleibt kaum Zeit zum Ausstecken. Im Sommer sind sich weniger Öffnungstage ausgegangen, als ich mir wünschen würde.“ Daher brauche es nun neue Lösungen.

„Es muss alles passen“, erklärt Pachinger, der den Betrieb jedenfalls erhalten will. Er selbst will sich „halbwegs raushalten. Derzeit hängt alles an mir — das geht sich einfach nicht aus.“ Konkrete Vorstellungen hat er bei potenziellen Pächtern nicht. „Es muss einfach passen. Wenn mir das Konzept gefällt, kann ich mir auch eine Zusammenarbeit auf Geschäftsführer-Basis vorstellen“, überlegt der St. Georgener.

Lokal soll jedenfalls erhalten bleiben

Sofort hätten sich bei ihm Interessenten gemeldet, einige davon kämen aber gar nicht in Frage: „Etwa ein Angebot von Wienern, die zehn Pizzerien betreiben und den Stodl auch so nutzen wollen — das spielt‘s sicher nicht“, verspricht Pachinger seinem Stammklientel.

Eine endgültige Entscheidung, wie es weitergehen soll, gibt es noch nicht. Das Lokal soll jedenfalls erhalten bleiben. „Wenn wir niemanden finden, der zu uns passt, werden wir weiterhin für Feiern und ähnliches zur Verfügung stehen. Aber das laufende Geschäft mitzubedienen, geht sich schwer aus“, erklärt der Vielbeschäftigte. Den Pachinger Stodl ganz zuzudrehen, sei jedenfalls keine Option: „Die Infrastruktur steht, das kann man ja nicht ungenutzt lassen.“