Bewusstsein verloren: Badewart kam mit Sprung zu Hilfe. 68-jähriger Hornsteiner verlor durch Herzkatheterverstopfung beim Schwimmen das Bewusstsein. Badewart rettete ihn.

Von Nina Sorger. Erstellt am 16. August 2018 (06:55)
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Geschulter Retter. Badewart Mario „Mitch“ Handl achtet seit zehn Jahren auf die Sicherheit der Badegäste am St. Margarethener Badeteich und musste vor Kurzem zu seiner ersten Lebensrettung ausrücken. Foto: Nina Sorger
Nina Sorger

Dramatische Szenen spielten sich vor Kurzem am St. Margarethener Badeteich ab und bescherten dem örtlichen Badewart Mario Handl seinen ersten Lebensrettungseinsatz.

„Ich weiß nur noch, dass ich einige Tempi geschwommen bin“

Ein 68-jähriger Mann aus Hornstein, der mit seiner Begleiterin den Badeteich durchschwimmen wollte, verlor dabei das Bewusstsein. „Ich dachte, er würde brustkraulen, weil er den Kopf unter Wasser hatte“, erinnert sich seine Begleiterin. „Ich weiß nur noch, dass ich einige Tempi geschwommen bin, dann nichts mehr“, so der Mann, bei dem offenbar die Verstopfung eines Herzkatheters zur Bewusstlosigkeit führte.

Badewart Mario „Mitch“ Handl sowie einige weitere Badegäste erkannten den Ernst der Situation: „Ich hab nicht lange überlegt, sondern bin einfach ins Wasser gesprungen und hab den Mann geholt“, erzählt er.

Unter den Badegästen befanden sich auch zwei Krankenschwestern, die sich um den Mann kümmerten, bis ein Arzt, die Rettung und die Polizei eintrafen. Der Mann, der das Bewusstsein wiedererlangt hatte, wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Eisenstadt geflogen, das er mittlerweile wieder verlassen konnte. „Ich werde vorerst das Schwimmen meiden, aber das wird schon wieder“, ist er sich sicher.