Neue „Fanny“-Route in Eisenstadt. 1.400 Passagiere benutzen laut jüngster Evaluierung täglich eine der vier Stadtbus-Linien. Für „Fanny“ gibt es Adaptierungen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 02. Mai 2019 (11:44)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Stadtbezirksvorsteher Josef Weidinger, Bürgermeister Thomas Steiner, Gemeinderätin Ruth Klinger-Zechmeister und Baudirektor Werner Fleischhacker freuen sich über die hohe Akzeptanz der vier Stadtbus-Linien. Foto: Stadtgemeinde Eisenstadt
Stadtgemeinde Eisenstadt

Die vierte Stadtbus-Linie „Fanny“ ergänzt das bestehende System aus drei Linien und schafft mit neuen Haltestellen eine bessere Vernetzung im öffentlichen Verkehr der Landeshauptstadt.

Die aktuelle Evaluierung aller vier Linien zeigt, dass die Fahrgastzahlen sukzessive gestiegen sind: An Wochentagen benützen täglich rund 1.400 Passagiere den Stadtbus. Das bedeutet eine Steigerung der Fahrgäste seit Jänner 2017 um rund 400 Personen pro Tag. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr befördert der Stadtbus damit rund 350.000 Fahrgäste.

Vergleicht man die einzelnen Linien, bedeutet das laut Stadtgemeinde eine Steigerung der Fahrgäste um etwa 40 Prozent pro Kurs. Bei der Linie „Georg“ zeigen sich eine Morgenspitze und eine konstante Auslastung zwischen 8 und 19.30 Uhr. Auf der Linie „Martin“ werden vor allem die neuen Haltestellen „Josef Joachim-Straße“ und „Stadiongasse“ gut akzeptiert. Bei „Vitus“ fallen die hohe Auslastung auf allen Kursen und die starke Schüler-Nutzung auf.

Neue Extrarunde für Stadtbus „Fanny“

Für die neue Stadtbus-Linie „Fanny“ zeigte die Evaluierung ein Verbesserungspotenzial auf, daher wird die Route künftig etwas angepasst. Nach der behördlichen Genehmigung durch die Verkehrsbehörde des Landes werden die neuen Haltestellen Leithabergstraße, Landhaus, Joseph-Haydn-Gasse, Schlossplatz und Pfarrgasse/Haydnbräu angefahren. Fanny fährt also bis zur Kreuzung Pfarrgasse und Fanny Elßler-Gasse gleich mit der Linie Martin.

Nachdem „Fanny“ ihre übliche Route gedreht hat und am Bahnhof ankommt, macht sie künftig eine Extrarunde: Gartengasse, Joachimstraße, Domplatz, KUZ, Bürgerspitalgase, Finanzamt, Langriedgasse, Römerweg, Gölbeszeile, Krautgartenweg, Feldstraße und zurück zum Bahnhof. „Somit wird der Domplatz nun auch von der vierten Linie angefahren, Fanny fährt durch die Innenstadt und erschließt nun auch noch besser das Gebiet Römerweg-Gölbeszeile“, erläutert Gemeinderätin Ruth Klinger-Zechmeister.

Aufschluss lieferte die Evaluierung auch über stark frequentierte Haltestellen der vier Linien. Anhand dieser Ergebnisse wurde eine Prioritätenliste erstellt, um die Infrastruktur noch zu verbessern. Viele Haltestellen verfügen zwar bereits über Sitzbänke und Mistkübel, stark frequentierte werden nun noch sukzessive ausgestattet.

Bürgerbeteiligung durch Stadtbus-Beirat

Außerdem soll es künftig mehr Bürgerbeteiligung bei Entscheidungen rund um den Stadtbus geben – und zwar in Form eines Stadtbus-Beirates: „Dieser wird als beratendes Gremium zur Weiterentwicklung des Eisenstädter Stadtbusses wirken. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern von Politik, Verwaltung, Planung, Fahrern und Fahrgästen zusammen“, erläutert Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Der Stadtbus-Beirat soll als beratendes Gremium Meinungen von Kunden und aktuelle Entwicklungen im regionalen öffentlichen Verkehr sammeln. Der Beirat tagt ein- bis zweimal jährlich. Die Ergebnisse werden dann zur weiteren Verwendung vorgelegt.

Ziel ist es aktuelle Entwicklungen, Probleme und Verbesserungsvorschläge zu sammeln, zu diskutieren und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. „Die Bevölkerung hat sich bereits sehr gut eingebracht und ist im regen Kontakt mit den zuständigen Mitarbeitern im Rathaus“, so Steiner.