Baustelle Bahnhof Eisenstadt: Bürgerideen waren gefragt

Bürger waren eingeladen, Ideen zur Belebung des Viertels um den Bahnhof einzubringen; Siedlungsbau-Pläne stießen auf Kritik.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 04:16
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Streitpunkt Siedlungsbau. Mit der Belebung des Bahnhofsviertels könnten große Fläche im Süden verbaut werden – nicht zur Freude aller.
Foto: Google

Nach dem Abriss des alten Lagerhauses und dem Bau des neuen OSG-Hauptquartiers, soll das ganze Bahnhofsviertel neues Leben eingehaucht bekommen. Das Rathaus veranstaltete dazu eine „Planungswerkstatt“, in der Bürger und Anrainer ihre Wünsche für die Neugestaltung mit Stadtplanungs-Experten diskutieren konnten. Medien und Politik waren – wie schon bei der ersten Planungswerkstatt am 5. Oktober– nicht eingeladen, die BVZ unterhielt sich daher mit einigen Teilnehmern.

„Auf der Wunschliste ganz weit oben stand für die meisten Teilnehmer der Direktanschluss nach Wulkaprodersdorf oder Müllendorf, damit wir Wien-Pendler nicht mehr umsteigen müssen“, erzählt ein Teilnehmer. Dass die Gegend rund um den Bahnhof betrieblich erschlossen werden und vielleicht auch ein größerer Parkplatz hinkommen soll, sei für Anrainer sicher erfreulich, „bei den Plänen, verdichteten Wohnbau südlich des Bahnhofs zu starten, habe ich wenig Gegenliebe von den Anrainern gespürt.“

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Besonders spannend ist die Situation für die Weinbauschule Eisenstadt. Diese hat mehrere Äcker südlich des Bahnhofes. Sollte hier verdichteter Wohnbau betrieben werden, fällt die Schule um einen wichtigen Ort für die Lehre und Ausbildung junger Bauern um. Die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und dichtem Siedlungsgebiet ist kaum gegeben und sorgte schon in anderen Teilen der Stadt für Diskussionen zwischen Landwirten und (neu zugezogenen) Anrainern.

Kreuzung B50 und Bahnhofstraße fertig

Ein Schritt zur besseren Erreichbarkeit des Bahnhofes wurde jedenfalls in der vergangenen Woche schon getan: Die Kreuzung B50/Bahnstraße wurde mit einer weiteren Ampelanlage fertiggestellt. Ziel des Umbaus war die Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.