Eisenstadts Elßler-Gasse „tanzt“ – wie ihre Namensgeberin

Erstellt am 20. April 2022 | 16:18
Lesezeit: 3 Min
Neue Pläne für die FuZo-Nebenstraße.
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Historisch betrachtet war die Fanny Elßler-Gasse nie Teil der Hauptstraße, sondern eher als Zubringer gedacht. Diesen eher weniger charmanten Charakter hat die Gasse bis heute. Nun haben Landsschaftsarchitekt Heinz Gerbl und Designer Martin Mosböck Pläne vorgelegt, wie die Gasse ihrer Namensgeberin gerecht werden soll.

Die 1810 geborene und im ganzen Kaiserreich berühmte Eisenstädter Ballerina Fanny Elßler begeisterte mit ihren Tanzkünsten. Und begeistern soll auch die neue und aufgehübschte Elßler-Gasse: Mosböcks Holzbänke laden zum Liegen, Sitzen oder Anlehnen ein.

 

„Das Holz ist so getoastet wie man es auch bei Barrique-Weinfässern macht – ein Witterungsschutz und Hommage an den städtischen Weinbau“, erklärt der Eisenstädter, dessen Sesseln auch Wiens Top-Restaurants wie das von Starkoch Konstantin Filippou schmücken.

Ebenfalls aus Eisenstadt kommt Heinz Gerbl, er leitet den Architekturraum Burgenland, der seit Kurzem in der Elßler-Gasse beheimatet ist. „Wir haben unsere Ausstellungen immer in den Innenräumen, wollen aber in den öffentlichen Raum damit“, beschreibt Gerbl seine Initiative, die nun zur Neugestaltung der Gasse führen. Er will auf mehr Grünflächen, modernere Beleuchtung (die Laternen wechseln die Straßenseite, da sie oft angefahren werden) und neue Bäume setzen.

Die bestehenden – und laut Rathaus kranken – Linden werden durch Zier-Birnen ersetzt. Ein Baum davon fällt vor Anja Haider-Wallners Lokal „FreuRaum“: „Ich finde es gut, dass sich etwas ändert und die Gasse aufgewertet wird. Leider werden gesunde Bäume umgeschnitten, die neuen wieder im Container gesetzt und spätestens in 20 Jahren krank. Dabei gäbe es langlebigere Möglichkeiten.“

In zwei Monaten soll alles fertig sein, Baustart war am Mittwoch. Die Kosten belaufen sich auf 50.000 Euro, Gerbl konnte aber eine Bundes-Förderung dafür sichern. „Die Attraktivierung der Verbindungs-Gassen wertet die ganze Innenstadt auf“, freut sich Bürgermeister Thomas Steiner schon.

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