Eisenstadt: Wohin wachsen?

Erstellt am 31. März 2022 | 05:58
Lesezeit: 3 Min
Vergangene Woche wurde Stadtentwicklungsplan präsentiert. Alte Pädak soll neues Leben bekommen; Kritik kommt von SPÖ.
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Im Stadtentwicklungsplan „Eisenstadt 2030“ (STEP 2030) legte die Landeshauptstadt bereits 2014 fest, wie und wohin Eisenstadt noch wachsen soll — und wo jedenfalls Schluss ist. Da nach dem neuen Raumplanungsgesetz des Landes ein Stadtentwicklungsplan nun nach neuen Vorgaben zu erstellen ist, wird der Plan von 2014 nun evaluiert und als STEP2030+ erneut dem Gemeinderat vorgelegt.

„Die möglichst frühe Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in kommunale Projekte ist mir ein wichtiges Anliegen, denn sie kennen ihr Grätzel am besten“
Bürgermeister Thomas Steiner

Die Schwerpunkte der Überarbeitung lagen auf „neue Untersuchungszonen oder Projekte“, der „gestalterischen Entwicklung der einzelnen Stadtteile“ sowie der „Weiterentwicklung der Innenstadt“. Dabei setzte die Gemeinde neben dem Fachbeirat auch auf Beteiligung der Bevölkerung in Form von „Grätzelspaziergängen“. In der vergangenen Woche wurde der „STEP 2030“ bei einer Informationsveranstaltung im E_Cube der Öffentlichkeit präsentiert. „Die möglichst frühe Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in kommunale Projekte ist mir ein wichtiges Anliegen, denn sie kennen ihr Grätzel am besten“, so Bürgermeister Thomas Steiner, der sich auch für die rege Beteiligung bedankte.

Auch bei den „Untersuchungszonen“ von 2014 wurde Fazit gezogen: Wo werden noch Ideen gesammelt, wo sind konkrete Projekte in Planung oder gar schon in der Umsetzung? Noch in den Kinderschuhen stecken etwa die Überlegungen für die Osterwiese und den Europaplatz — bei letzterem machten zuletzt „Gedankenspiele“ des Landes Schlagzeilen, die aber wieder verworfen wurden. Schon konkreter seien dagegen die Pläne für die ehemalige Pädagogische Hochschule („Pädak“). Dort habe die Gemeinde ein „kooperatives Verfahren mit der Diözese“ eingeleitet. Genaueres wird aber noch nicht verraten. Schon in der Zielgeraden sind die Projekte im Schlossbezirk („Schlossquartier“) sowie im Bereich Kirchäcker Ost.

Von einem „Aprilscherz“ sprach die neue SPÖ-Ortsparteivorsitzende Charlotte Toth- Kanyak: „Unsere Forderung eines Bau-Fachbeirates wurde über das Kleingedruckte hineingeschummelt. Dieser hätte die Verschandelung von St.Georgen und des Rosentals verhindern können. Weiter offen bleibt die Frage, wo Eisenstädter Jungfamilien günstigen Baugrund hernehmen sollen?“ ÖVP-Klubobmann Michael Bieber kontert: „Die 1.600 Eisenstädterinnen und Eisenstädter, die sich an der STEP-Evaluierung beteiligt haben, als Aprilscherz abzutun, disqualifiziert sich von selbst. Wenn schon keiner von der SPÖ zur Veranstaltung kommt, sollte man sich wenigstens gut informieren. Den Fachbeirat etwa gibt es seit 2013.“

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