Kein neues Bauland in Eisenstadt. Die Stadt will bis 2030 kein neues Bauland schaffen um die Einwohnerzahl bis 2030 unter 17.000 zu halten.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:16)
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STEP2030. Der Standentwicklungsplan definiert die fixen und temporären Stadtgrenzen sowie geltende Fläschenwidmungen.
zVg Stadtgemeinde

Die Landeshauptstadt hat derzeit rund 14.500 Einwohner, laut Stadtentwicklungsplan STEP2030 (der 2014 im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde) gehen die Prognosen davon aus, dass der Run auf Eisenstadt anhält, von einem weiteren Wachstum ist auszugehen. „Maximal 17.000 Einwohner bis 2030“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner im aktuellen Amtsblatt.

Kein neues Bauland schaffen

Die Stadt will das Wachstum insofern beeinflussen, als wachstumsfördernde Maßnahmen künftig bewusst nicht ergriffen werden, beispielsweise die Ausweisung größerer neuer Flächen als Bauland-Wohnen. Bürgermeister Steiner: „Ziel der Stadtplanung ist es, kein neues Bauland zu schaffen, sondern das bestehende zu mobilisieren. Die Siedlungsflächen sollen geschlossen werden und der baukulturelle Charakter der lokalen Zentren Kleinhöflein, Eisenstadt-Stadt, St. Georgen und Oberberg soll erhalten und gestärkt werden.“

Vizebürgermeisterin Lisa Vogl (SPÖ) begrüßt die Maßnahme: „In unserer Stadt ist das bestehend Bauland laut STEP 2030 überaus ausreichend vorhanden. In Anbetracht des Klimawandels wirkt sich diese Maßnahme sicherlich sehr positiv aus, da die Grünflächen erhalten bleiben und die Bodenversiegelung eingedämmt wird.“

FPÖ/Grüne kritisieren fehlende Konsequenz

Anja Haider-Wallner (Grüne) geht das nicht weit genug: „Ich finde man muss auch offen über Rückwidmungen und Rahmenbedingungen dafür sprechen.“ Eisenstadt habe einen der höchsten Supermarktfläche-Werte pro Einwohner österreichweit. „Es würde auch niemand verhungern, wenn kein neuer dazukommt.“

Géza Molnár (FPÖ): „Das zeugt von schlechtem Gewissen. Erst vor ein paar Wochen wurde neues Bauland in St. Georgen gewidmet - unter Bruch der Vorgaben des Stadtentwicklungsplans.“ Aus dem Rathaus heißt es dazu, dass beim angesprochenen Sätzenweg eine einzige Ausnahme gemacht wurde, die Baulandfreigabe dort aber nur für ein paar Einfamilienhäuser und innerhalb der festgelegten Siedlungsgrenzen erfolgt ist. Auswirkungen auf das große Ganze habe der Sätzenweg aber nicht