Eisenstadt: Moderne Kunst, angekommen.

Erstellt am 23. Januar 2022 | 05:28
Lesezeit: 2 Min
Neue Ausstellung im Kunstverein sorgt für Aufsehen.
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Es ist irgendwie lieb, weil Kuscheltier, aber auch irgendwie unheimlich, weil es in Formaldehyd schwimmt. Es ist vertraut, weil es immerhin unser St. Margarethener Sandstein ist, aber irgendwie auch nicht, weil da fleischförmige Teile aus dem Steinquader rauswachsen. Das Ganze steht auch in einem Raum, der mit freundlichem, gelbem Klebeband abgeklebt ist, aber so abgeklebt, dass es wieder etwas von einem Absperrband eines Tatorts hat. Wie an einem solchen fühlt man sich auch beim Betrachten: Eigentlich will man ja wieder wegschauen, aber schafft es irgendwie nicht.

„Die bisher größte Eröffnung am kältesten Eröffnungstag. Kunstfans lassen sich eben von nichts aufhalten.“ Barbara Horvath

Schaut man sich dann wieder die gewohnten Objekte unserer „normalen“ Welt an, dann haftet sogar auf denen noch etwas „Unnormales“, etwas „Zwielichtiges“ an. Der Name der Ausstellung, „Twilight Zone“, trifft es also ganz gut. Er orientiert sich ja auch nicht an der Hollywood-Produktion mit Glitzer-Vampiren, sondern einer US-Serie aus den 1950ern, in der ein Gedächtnisloser alleine durch eine ihm völlig fremd gewordene Welt streift.

Alleine ist man bei der Ausstellung übrigens nicht: Bei der Eröffnung am vergangenen Sonntag fanden sich gut 300 Gäste ein und warteten sogar in der Kälte, bis sie Corona-konform die Ausstellung besichtigen konnten. Das freute den Kunstverein-Präsidenten Vitus Weh und die künstlerische Leiterin Barbara Horvath: „Die bisher größte Eröffnung am kältesten Eröffnungstag. Kunstfans lassen sich eben von nichts aufhalten.“

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