FPÖ Eisenstadt: Stadt hat Identitätsverlust durch „Wachstums-Exzess“

Im BVZ-Jahresrückblick kritisiert die FPÖ „kopfloses Wachstum“ auf Kosten der Stadt-Identität und skizziert Blackout-Konzept.

Erstellt am 25. Dezember 2021 | 06:56
Lesezeit: 1 Min
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FPÖ im Jahresrückblick. Konstantin Langhans und Matthias Hahnekamp.
Foto: Kaiser

BVZ: Ihr habt heuer zum ersten Mal seit langer Zeit dem Budget zugestimmt – wieso?

Konstantin Langhans: Bisher mussten wir bei jedem Budgetentwurf feststellen: Die Stadt entwickelt sich in eine falsche Richtung, verkauft Vermögen oder macht Schulden. Das war heuer umgekehrt.

Matthias Hahnekamp: Außerdem gibt es wichtige Impulse, was die Sicherheit betrifft, etwa mit der Blackout-Arbeitsgruppe. Das ist ein Thema, das uns Freiheitlichen sehr wichtig ist.

Langhans : Was der Budgetierung fehlt, ist eine mittelfristige Planung, anstatt sich von Jahr zu Jahr weiterzuhanteln.

Wie seht ihr die derzeit neu-evaluierte Stadtentwicklung?

Langhans: Die Entwicklung kann so nicht weitergehen. Eisenstadt verliert seine Identität durch das exzessive und kopflose Wachstum. Der Baustopp ist zahnlos, da werden bekannte, alte Häuser abgerissen, wie das Lagerhaus, und durch Großbauten ersetzt. Man könnte natürlich sagen: Das war nicht schön. Aber: Was kommt denn nach?

Wie soll sich Eisenstadt für ein Blackout rüsten?

Hahnekamp: Wichtig ist, keine Panik zu machen, sondern auf eine echte Gefahr aufmerksam zu machen: Was ist, wenn es plötzlich keinen Strom mehr gibt? Ursache muss ja nicht immer Terror sein, es könnte auch eine Naturkatastrophe kommen. Wir müssen in Abstimmung mit dem Bundesheer sich selbst versorgende Schutzinseln anlegen und die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Mit welchen Themen und Personen geht die FPÖ in die Gemeinderatswahl 2022? Mit Géza Molnár?

Langhans: Die personelle Entscheidung fällt im Frühjahr, Hauptthema wird definitiv die Stadtentwicklung sein. Wir warnen seit Jahren vor dem Identitäts-Verlust durch exzessiven Zuzug. Dazu kommt das Verkehrsproblem.

Hahnekamp : Das lösen wir nicht durch noch mehr Ampeln.

Langhans : Und, so praktisch sie sind, auch nicht durch E-Bikes.