Klima-Petition startet in Eisenstadt

Erstellt am 12. März 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
SPÖ will Stadt mit Petition klimaneutraler machen, Grüne und FPÖ – mit Vorbehalten – dafür, Kritik kommt von der ÖVP.
Werbung
Anzeige

Die neue SPÖ-Stadtparteivorsitzende, Charlotte Toth-Kanyak, startet eine Unterschriftenaktion. Der Sieben-Punkte-Plan umfasst eine Fernwärme-Anschlussoffensive, eine Informationsoffensive über Photovoltaik und Wärmepumpen, eine Begrünungsoffensive und eine Ausbauoffensive bei Photovoltaik-Dachanlagen.

Dazu kommt Toth-Kanyaks Forderung, die sie bereits in ihrer Antrittsrede angekündigt hat: die Einführung eines unabhängigen Stadtplanungsbeirats für Bau- und Verkehrsvorhaben. „Ich will das für die Stadt, in der ich seit meiner Geburt lebe, für die jetzige Generation der Schulkinder, die hier täglich lernen, und auch für meine Kinder und Enkelkinder“, so Toth-Kanyak.

Wenig Gegenliebe kommt aus dem Rathaus

ÖVP-Klubobmann Michael Bieber kritisiert die „Eisenstadt-feindliche“ Politik. Seit Jahren werde hier eine konsequente und erfolgreiche Strategie in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gemacht. Einzelne Forderungen seien seit Jahren in Umsetzung. „Dass die SPÖ jetzt wieder auf den destruktiven Politikstil einschwenkt, ist Ausdruck von Hilflosigkeit“, betont Bieber.

Die anderen Oppositionsparteien signalisieren Zustimmung – wenn auch mit Vorbehalt. „Die Grundidee ist eine gute“, so FPÖ-Stadtparteichef Matthias Hahnekamp. Aber: „Mehr Fernwärme bedeutet wieder jahrelang aufgerissene Straßen. Das geht günstiger und einfacher, etwa durch Heiz-Alternativen in Siedlungen, wie Pelletsöfen.“ Anja Haider-Wallner (Grüne): „Es freut mich , wenn nun auch die SPÖ auf den Zug aufspringt. Die Klimaschutz-Task-Force, die auf Initiative der Grünen entsteht, soll sich genau um diese Themen kümmern.“

Unterschrieben werden kann die Petition online unter openpetition.eu , im „roten Haus“ in der Johann-Permayer Straße sowie bei bald stattfindenden Sammelaktionen.

Weiterlesen nach der Werbung