Mörbisch pflegt Freundschaft mit China

In Mörbisch empfing man unlängst Besuch aus der neuen chinesischen Partnergemeinde Zhangjiajie.

Erstellt am 21. März 2021 | 04:34
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Kultureller Austausch. Die Bürgermeister Liu Ge´an (Zhangjiajie) und Markus Binder (Mörbisch) müssen an der Aussprache der neuen Partnergemeinde wohl noch ein bisschen feilen.
Foto: zVg, zVg

Bereits seit einigen Jahren pflegen die Gemeinde Mörbisch und die chinesische Stadt Zhangjiajie eine freundschaftliche Beziehung. Um diese Partnerschaft zu festigen, wurde Ende letzten Jahres, im Zuge einer Videokonferenz, ein Städtepartnerschaftsabkommen zwischen den beiden Orten unterzeichnet. Die BVZ unterhielt sich mit Bürgermeister Markus Binder über dieses historische Ereignis.

Den ersten Kontakt gab es um das Jahr 2016, als Vertreter der chinesischen Großstadt zu Besuch im Burgenland waren. Daraufhin folgte ein Besuch des damaligen Landeshauptmanns Hans Niessl in Zhangjiajie. Markus Binder begleitete ihn auf dieser Reise.

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Man erkannte Gemeinsamkeiten in den Bereichen Kultur, Tourismus und Naturschutz. Beispielsweise verfügt Zhangjiajie über eine Veranstaltungsbühne und ein Naturschutzgebiet, vergleichbar mit den Gegebenheiten in Mörbisch. „Die Region ist einzigartig und wird jährlich von unzähligen Touristen besucht“, erklärt Binder. Eine freundschaftliche Partnerschaft war für beide Seiten der logische nächste Schritt. Außerdem ist das Burgenland ohnehin bereits langjähriger Partner der Provinz Hunan, in welcher sich Zhangjiajie befindet.

Bürgermeister-Besuch fiel Corona zum Opfer

Der Bürgermeister der chinesischen Stad mit 500.000 Einwohnern, Liu Ge´an, durfte bereits 2019 die Gemeinde Mörbisch bestaunen und einige Tage lang die Region genießen. Bürgermeister Markus Binder musste seinen Besuch in Zhangjiajie im darauffolgenden Jahr, aufgrund der Corona-Krise, bedauerlicherweise absagen. Als Alternative dazu wurde eine Videokonferenz im Dezember 2020 arrangiert. Im Zuge dieser wurde schließlich das Städtepartnerschaftsabkommen von beiden Bürgermeistern unterschieben.

Die enorme Entfernung zwischen Mörbisch und Zhangjiajie sowie die Sprachbarriere wirken vielleicht problematisch, doch Markus Binder sieht darin keinen Grund zur Sorge: „Die Kommunikation ist zwar nicht immer einfach, aber das werden wir schon hinkriegen! Wir hoffen eine Beziehung aufbauen zu können, die in die Tiefe geht.“

„Wir sind der Meinung, dass beide Orte voneinander profitieren können. Zum Beispiel hoffen wir in Zukunft eine Vielzahl an chinesischen Touristen empfangen zu dürfen und gleichzeitig werden wir versuchen, Burgenländern eine Reise nach China schmackhaft zu machen“, meint der Bürgermeister von Mörbisch. Aufgrund der momentane Pandemie-Situation wird man derartige Reiseströme allerdings noch länger abwarten müssen.

Dennoch gab es, so Binder, bereits interessante Anregungen: „Wir arbeiten daran, möglicherweise zukünftig Mörbischer Weine in Hotels in Zhangjiajie anbieten zu können.“