Streit ums Parkverbot-Schild vor dem Gut Purbach. Starkoch Max Stiegl kritisiert das neue Parkverbot vor seinem Lokal in Purbach. Bürgermeister Richard Hermann beruft sich auf Verordnungen.

Von Sigrid Janisch und Markus Wagentristl. Erstellt am 24. Juli 2020 (04:59)
Schilderstreit. Vor Max Stiegls Lokal ist nun Parkverbot.
Stiegl

Ein Halte- und Parkverbots-Schild vor dem Gut Purbach von Starkoch Max Stiegl sorgt nun für hitzige Diskussionen. „Hier haben immer schon alle geparkt, das ist sich immer ausgegangen. Es gibt zig Restaurants in Purbach, vor allen kann man direkt parken, nur vor meinem nicht. Mir die Kunden zu vertreiben ist gerade in Corona-Zeiten kein feiner Zug des Herrn Bürgermeisters“, ist Stiegl zornig.

Früher habe man in der Hauptgasse noch in beide Richtungen fahren können, erklärt Stiegl: „Damals haben alle geparkt wo sie wollten und es ist sich trotzdem ausgegangen. Wo jetzt, da die Straße eine Einbahn ist, das Problem sein soll, verstehe ich nicht. Zur Not hätte ich ja auch ein Blumenkisterl vors Lokal stellen können, das wirkt wenigstens freundlicher.“

"Service für Auswärtige" Bürgermeister Richard Hermann

Bürgermeister Richard Hermann (ÖVP) sieht seine Hände gebunden: „Seit 2005 gibt es im Zentrum eine Parkverordnung und hier ein Parkverbot. Parkende wurden aber meist toleriert“, sagt er und ergänzt: „Rollstuhlfahrer und Personen mit Kinderwagen mussten aber auf die Straße ausweichen und es gab gefährliche Situationen.“

Daher habe es auch Anfragen im Gemeinderat gegeben. Das Schild sei eher ein Service für Auswärtige, die die Verordnung nicht kennen. Er stellt ausdrücklich fest: „Wir sind sehr stolz, Max Stiegl und einen solchen Vorzeigebetrieb im Ort zu haben und wollen ihm nichts Schlechtes.“

Ein Blumenkisterl aufzustellen sei nicht möglich, da das sonst jeder mache und der Gehsteig wieder blockiert wäre.

„Aber selbst die Nachbaren haben ein Kistl stehen!“, vermutet Stiegl persönliche Gründe für den Entschluss.