Gefahr am See: Auf dünnem Eis. Vielfach unterschätzen Hobbysportler die Tragfähigkeit der Eisdecke und brechen ein. Die Rettung wurde nun geübt.

Von Doris Fischer. Erstellt am 12. Januar 2017 (12:07)
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Für den Ernstfall gerüstet. Am Steinbrunner See fand eine Eisübung der Österreichischen Wasserrettung statt. Einen Tag darauf gab es eine Rettungsübung der Wasserrettung gemeinsam mit den Feuerwehren in Oggau.
BVZ, ÖWR

Die tiefen Temperaturen und zugefrorenen Seen laden zum Eislaufen ein. Doch Vorsicht: Nicht immer ist die Eisdecke tragfähig und es droht Gefahr einzubrechen.

„Im Ernstfall ist hier Eile geboten“

Wenn schließlich einmal jemand eingebrochen ist, ist schnelle Hilfe gefragt. Aus diesem Grund hielt die Österreichische Wasserrettung, Einsatzstelle Pöttsching, vor Kurzem eine Einsatzübung mit Personenbergung aus dem eiskalten See ab. Dabei wurden verschiedene Rettungstechniken und Gerätschaften – von einfachen Hilfsmitteln, wie einem Ast bis hin zum professionellen Spineboard, getestet.

„Im Ernstfall ist hier unter Beibehaltung aller Vorsichtsmaßnahmen zur Eigensicherung Eile geboten. Es bleibt nicht viel Zeit, um den Verunfallten an Land zu bringen und danach richtig zu versorgen“, stellt der Präsident der Österreichischen Wasserrettung, Landesstelle Burgenland, Stefan Ferschich, im Zuge der Rettungsübung fest und ergänzt: „Ein Erwärmen durch Reibung darf auf keinen Fall stattfinden, der Rumpf sollte mittels Decken gewärmt werden und der Patient bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes möglichst nicht bewegt werden.“

Die Übung war für alle Teilnehmer eine weitere wertvolle Erfahrung und brachte zahlreiche neue Erfahrungen und Erkenntnisse.